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Gebietsmanagement

Ernst Foto Viernheim




Management und Pflege

Management und Pflege dienen dem Erhalt der wertvollen Schutzgüter in den NATURA 2000- und Naturschutzgebieten. Verantwortlich ist die Obere Naturschutzbehörde (NSG unter 5 Hektar: Untere Naturschutzbehörde). Sie erfüllt diese Aufgabe in Zusammenarbeit mit den örtlich zuständigen Forstämtern bzw. Landräten und teilweise beauftragten Fachbüros.

Das Management der NATURA 2000-Gebiete erfolgt nach landesweit einheitlichen Vorgaben:

  • Ausgangspunkt ist die Grunddatenerfassung (GDE), eine für jedes Gebiet vorgenommene wissenschaftliche Bestandsaufnahme und Bewertung der maßgeblichen Arten und Lebensräume. Inzwischen liegen entsprechende Fachgutachten für alle NATURA 2000-Gebiete vor.
  • Auf der Grundlage der GDE legt der mittelfristige Bewirtschaftungsplan fest, welche Maßnahmen für die Erhaltung bzw. Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der Arten und Lebensraumtypen erforderlich sind. Wesentlich ist die Abstimmung mit den Flächen-Eigentümern und -Nutzern, Kommunen und Verbänden. Die fertigen Pläne werden in ortsüblicher Weise bekanntgemacht und können beim zuständigen Forstamt bzw. Landrat oder beim Regierungspräsidium Darmstadt eingesehen werden. Aus dem mittelfristigen Bewirtschaftungsplan wird jedes Jahr ein konkreter Jahrespflegeplan für die Umsetzung durch die örtliche Schutzgebietsbetreuung erzeugt. Vorrang haben vertragliche Regelungen (Agrarumweltprogramm (HIAP), Waldvertragsnaturschutz Hessen). Auch geeignete Kompensationsmaßnahmen werden in die NATURA 2000-Kulisse gelenkt.
  • Ein Gebietsmonitoring wird künftig die Entwicklung der einzelnen NATURA 2000-Gebiete dokumentieren. Erster Baustein ist die jährliche Bewertung des Umsetzungserfolgs der einzelnen Maßnahmen.

Die Pflege der Naturschutzgebiete erfolgt im Regelfall durch die örtlichen Forstämter. Ehrenamtliche Gebietsbetreuer, die von der Oberen Naturschutzbehörde ernannt werden, unterstützen sie dabei. Grundlage sind bereits bestehende Rahmenpflegepläne und daraus abgeleitete Jahrespflegepläne. Die Maßnahmen werden u.a. in regelmäßigen Jahrespflegeplanbesprechungen mit den Hauptnutzern im Gebiet, z.B. den Land- und Forstwirten, Gemeinden, Fischerei- und Jagdberechtigten abgestimmt. Soweit möglich sollen naturschutzfachlich günstige Nutzungsformen (z.B. extensive Beweidung, Mahd) im Gebiet erhalten oder wieder eingeführt werden. Vorrang hat auch hier der Vertragsnaturschutz (z.B. Agrarumweltprogramm HIAP).

Überschneiden sich Naturschutz- und NATURA 2000-Gebiete, werden alle Maßnahmen in einen gemeinsamen Bewirtschaftungsplan zusammengeführt.

Über den nebenstehenden NATUREG-Viewer können Sie nähere Informationen zu einzelnen Gebieten abrufen.
Foto: Dr. Matthias Ernst

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Links

Hessisches Agrarumweltprogramm (HALM)  
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Vertragsnaturschutz im Wald
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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