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Exoten

Erhalt der Biologischen Vielfalt (Biodiversität)

Jedes Jahr verschwinden Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich von unserer Erde, mit steigender Tendenz. Nach der Roten Liste der Welt-Naturschutzunion IUCN (2014) sind weltweit rund 40 % aller Amphibienarten, jede vierte Säugetierart und jede achte Vogelart bedroht, ebenso ca. 9.800 Pflanzenarten. Der Artenrückgang wird in erster Linie durch die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch durch Übernutzung und illegalen Handel verursacht.

 

collage geschützer Tiere und Pflanzen

Auch in Deutschland stehen viele Arten auf der Roten Liste. Hessen bildet da keine Ausnahme. Arten wie zum Beispiel Kiebitz, Feldhamster oder Flussperlmuschel gehen drastisch zurück oder sind bereits verschwunden (HMUKLV 2014). Dabei haben wir allen Grund, die biologische Vielfalt für uns und die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Die Vielfalt an Arten, die genetische Vielfalt und die Vielfalt natürlicher Lebensräume sichert unsere Lebensgrundlage, sie ist Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaften und eine unersetzliche Schatztruhe für künftige Entwicklungen und Erfindungen. Gerade in Zeiten des Klimawandels und sich schnell verändernder Umwelteinflüsse ist die biologische Vielfalt auch eine entscheidende Voraussetzung für die Anpassungsfähigkeit natürlicher Systeme.
Verschiedene internationale Abkommen und Gesetze dienen dem Erhalt der biologischen Vielfalt. Die hessische Biodiversitätsstrategie (2013) benennt 10 vorrangige Aktionsziele und die dazu erforderlichen Maßnahmen.

 

  • Schutz heimischer Arten: Artenhilfsmaßnahmen
    Internationale Verpflichtungen und rechtliche Vorgaben erfordern konkrete Maßnahmen zum Schutz heimischer Tier- und Pflanzenarten. Dazu gehören neben der Sicherung und dem Management von Schutzgebieten, wie dem europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 , auch gezielte Hilfsmaßnahmen für einzelne Arten. Das Regierungspräsidium Darmstadt veranlasst und koordiniert die Umsetzung solcher Artenhilfsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit externen Sachverständigen, Naturschutzverbänden und –einrichtungen und den Behörden vor Ort. Auch Maßnahmen zur Eindämmung gebietsfremder invasiver Arten können ein wichtiger Betrag zum Schutz heimischer Arten sein.
  • Internationaler Artenschutz: Überwachung des Handels mit besonders geschützten Tier- und Pflanzenarten
    Die Nachfrage nach lebenden Tieren und Pflanzen, aber auch Erzeugnissen wie Tropenhölzern oder Kaviar kann andernorts zur Bedrohung oder gar Ausrottung von Arten führen. Eine der wesentlichen Aufgaben im Bereich des Internationalen Artenschutzes ist daher die Kontrolle des Handels mit geschützten Arten sowie der daraus hergestellten Erzeugnisse. Grundlage sind internationale und nationale Schutzvorschriften, wie z.B. das Washingtoner Artenschutzübereinkommen. Die zur Kontrolle erforderlichen Maßnahmen im Inland werden in Hessen von den Regierungspräsidien überwacht.
  • Umsetzung der europäischen Zoorichtlinie
    Zoos präsentieren Tiere wildlebender Arten und haben als öffentlich wirkende Einrichtungen eine besondere Verantwortung. Zu den Aufgaben des Regierungspräsidiums gehört die Umsetzung der Europäischen Zoo-Richtlinie, mit der einheitliche Standards für die Haltung von Wildtieren in Zoos festgelegt werden.
  • Umsetzung des Verbots der Privathaltung gefährlicher Wildtiere
    Unabhängig von ihrer artenschutzrechtlichen Einstufung ist die Privathaltung gefährlicher Wildtiere in Hessen verboten. Die Regierungspräsidien sind zuständige Behörde für die Umsetzung und Überwachung des Verbots.


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Aktuelles

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Die Ausstellung zum internationalen Artenschutz kann kostenlos von Kreisen, Städten, Gemeinden, Banken, Sparkassen und ähnlichen Institutionen ausgeliehen werden...

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Links

Hier finden Sie die Ansprechpartner für den internationalen Artenschutz im Dez V 51.1
Ansprechpartner internat. Artenschutz

Hier finden Sie die Ansprechpartner für Artenhilfsmaßnahmen im Dez. V 53.2
Ansprechpartner Artenhilfsmaßnahmen

Hessische Biodiversitätsstrategie
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, LAndwirtschaft und Verbraucherschutz