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Natura 2000

Schmetterlingsart Spanische Flagge

Europäisches Schutzgebietssystem

NATURA 2000 ist der Name für ein europaweites Netz von Schutzgebieten. Es setzt sich zusammen aus EU-Vogelschutzgebieten und aus Fauna-Flora-Habitat-Gebieten (FFH-Gebieten) zum Erhalt bedeutsamer Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten. Ziel ist es, das europäische Naturerbe auch für nachfolgende Generationen zu sichern und die biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern.

Rechtliche Grundlage der NATURA 2000-Gebiete bilden die Vogelschutz-Richtlinie (VS-RL) der EU von 1979 und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) der EU von 1992. Die Auswahl der Gebiete erfolgte in Hessen durch die Oberen Naturschutzbehörden. Ausschlaggebend für die FFH-Gebiete war das Vorkommen von Lebensraumtypen des Anhangs I und von Arten des Anhangs II der FFH-RL. Die Vogelschutzgebiete wurden nach einem hessischen Fachkonzept für die Arten des Anhangs I (Brutvögel) sowie für Zug- und Rastvögel nach Artikel 4 Absatz 2 der Vogelschutzrichtlinie festgelegt.

Nach Abschluss des Auswahl- und Meldeverfahrens (2004) erfolgte die formelle Gebietssicherung in Hessen zunächst durch eine landesweite Rechtsverordnung „NATURA 2000“ des hessischen Umweltministeriums (2008). Nach Änderung der Zuständigkeit wurde sie am 1. Dezember 2016 durch jeweilige Verordnungen der Regierungspräsidien abgelöst. Somit gibt es in Hessen nun drei, an den aktuellen Kenntnisstand angepasste NATURA 2000-Verordnungen, eine für jeden Regierungsbezirk.

Die EU-Mitgliedstaaten sind verpflichtet, die gemeldeten Schutzgüter (Lebensraumtypen und Arten) im Netz NATURA 2000 in einem günstigen Erhaltungszustand zu bewahren bzw. einen solchen Zustand wieder herzustellen. Die hessischen NATURA 2000-Verordnungen enthalten daher nicht nur eine flurstückgenaue Abgrenzung der Gebiete, sondern setzen auch für jedes Gebiet die zu beachtenden Schutzgüter mit den jeweiligen Erhaltungszielen fest. Diese bilden den Maßstab für das Gebietsmanagement und die sogenannte FFH-Verträglichkeitsprüfung bei der Beurteilung der Auswirkungen von Plänen und Projekten.
Alle sechs Jahre gibt das Land Hessen einen Bericht ab über den Gesamtzustand der FFH-Schutzgüter und die getroffenen Maßnahmen, zuletzt für den Zeitraum 2007-2012. Er ist Teil des nationalen Berichts an die EU nach Artikel 17 der FFH-Richtlinie.

Im Regierungsbezirk Darmstadt gibt es 284 NATURA 2000-Gebiete (257 FFH- und 27 Vogelschutzgebiete). Ihre Gesamtfläche beträgt rd. 109.660 Hektar (rd. 61.382 ha FFH- und 66.159 ha Vogelschutzgebiete, Überlappung rd. 17.881 ha). Die NATURA 2000-Kulisse nimmt ca. 15% der Bezirksfläche ein (auf Landesebene sind es etwa 21%) und kann sich mit andersartigen Schutzgebieten ganz oder teilweise überschneiden.

Näheres zu NATURA 2000 erfahren Sie über die nebenstehenden Links. Über den NATUREG-Viewer können Sie die Lage der Gebiete und weitere Informationen abrufen.

© 2016 Regierungspräsidium Darmstadt . Luisenplatz 2 . 64283 Darmstadt

Downloads

Links

VO Natura 2000 Gebiete im Regierungsbezirk Darmstadt

VO Natura 2000 Gebiete im Regierungsbezirk Kassel

VO Natura 2000 Gebiete im Regierungsbezirk Gießen 


Natura 2000 in Hessen
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klilmaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Natura 2000 in Deutschland  
Seite des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)

FFH-Richtlinie
EU-Recht; EUR-Lex

Vogelschutz-Richtlinie
EU-Recht, EUR-Lex

Erhaltungszustand FFH-Arten
HLNUG Naturschutz

Erhaltungszustand Vogelarten  
Staatliche Vogelschutzwarte Frankfurt


Natureg-Viewer