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Grundwasser / Wasserversorgung

Symbol für das Wasser-Schutzgebiet

Sicherstellung der Wasserversorgung in der Region Rhein-Main / Südhessen und Schutz der Grundwasservorkommen vor Beeinträchtigungen

In der Region Rhein-Main / Südhessen lebt mehr als die Hälfte der hessischen Gesamtbevölkerung. Große, internationale Industrieunternehmen haben hier, in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Flughafen, ihren Sitz. Die Bereitstellung von Trinkwasser in ausreichender Menge und Güte ist deshalb ein bedeutender Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Die Abteilungen Arbeitsschutz und Umwelt des Regierungspräsidiums Darmstadt leisten einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige Wasserwirtschaft im Ballungsraum Rhein-Main durch

  • die umweltverträgliche Zulassung von Grundwasserentnahmen für eine langfristig gesicherte öffentliche Wasserversorgung und eine ausreichende Bereitstellung von Brauchwasser für industrielle und landwirtschaftliche Zwecke
  • die Festsetzung von Trinkwasser- und Heilquellenschutzgebieten zum Schutz des Grundwassers vor möglichen Beeinträchtigungen
  • die Entwicklung von Maßnahmenprogrammen und die Aufstellung von Bewirtschaftungsplänen für das Grundwasser
  • die Betreuung von Kooperationen zwischen Landwirtschaft und Wasserwerksbetreibern zum Schutz der Wassergewinnungsgebiete und
  • die Stellungnahmen in Verfahren zur Bauleitplanung und zum Verkehrswegebau (z. B. Straßen und Schienen)

Folgende Aufgaben werden wahrgenommen:

  • Planungen zur Bewirtschaftung des Grundwassers:
    Mit der umweltverträglichen Grundwasserbewirtschaftung soll Trinkwasser in ausreichender Menge und Güte für die Bevölkerung und entsprechendes Trink- und Brauchwasser für die Industrie zur Verfügung gestellt werden.
    Wichtige Instrumente hierzu sind Wasserversorgungskonzepte, Bewirtschaftungspläne und die Wasserbilanz Rhein-Main.
  • Zulassung von umweltverträglichen Grundwasserentnahmen:
    Die Nutzung des Grundwassers bedarf einer wasserrechtlichen Zulassung. Dieses Verfahren wird von den Abteilungen Arbeitsschutz und Umwelt des Regierungspräsidiums Darmstadt durchgeführt. Wichtig sind sparsame Verwendung und ökologisch verträgliche Förderung des Wassers, wobei regionale und überregionale Planungen sowie detaillierte Wasserbilanzen die Grundlagen bilden.
  • Freilegung von Grundwasser (z. B. Kiesabbau):
    Für das Freilegen von Grundwasser ist ein besonderes wasserrechtliches Verfahren (Planfeststellungsverfahren) notwendig.
    Hierbei gilt es durch vorbeugende und kontrollierende Maßnahmen Grundwasserverunreinigungen zu vermeiden. Das Planfeststellungsverfahren wird bei nicht dem Bergrecht unterstehenden Betrieben von den Abteilungen Arbeitsschutz und Umwelt des Regierungspräsidiums Darmstadt durchgeführt.
  • Zulassung von umweltverträglichen Einleitungen (Infiltrationen) von aufbereitetem Oberflächenwasser in das Grundwasser:
    Durch die Infiltration von Oberflächenwasser können die Grundwasserstände stabilisiert und damit die öffentliche Trinkwasserversorgung langfristig gesichert und die ökologischen Verhältnisse gefestigt werden. Wichtig ist, dass die Grundwasserqualität durch Infiltration nicht verschlechtert wird und dadurch bei klimatisch bedingten hohen Grundwasserständen keine Schäden entstehen.
  • Festsetzung von Wasser- und Heilquellenschutzgebieten:
    Zum Schutz des Grundwassers werden Wasser- und Heilquellenschutzgebiete ausgewiesen. Die Ausweisungen, insbesondere die Aufstellung von Verboten wassergefährdender Tätigkeiten, und der flächenhafte Grundwasserschutz haben eine vorsorgende Wirkung.
  • Wahrnehmung der Belange des Grundwasserschutzes und der Wasserversorgung:
    In Verwaltungsverfahren anderer Behörden vertreten die Abteilungen Arbeitsschutz und Umwelt die Belange des Grundwasserschutzes und der Wasserversorgung.
  • Kooperation Landwirtschaft – Wasserwirtschaft:
    Die mit den Wasserschutzgebieten einhergehenden Nutzungsbeschränkungen, insbesondere der Landwirtschaft, bedürfen einer fachlichen Begleitung und eines Ausgleichs. Beide werden am ehesten durch Kooperationsvereinbarungen zwischen den Landwirten und den Wasserversorgern geregelt. Beim Zustandekommen der Kooperationsvereinbarungen wirken die Abteilungen Arbeitsschutz und Umwelt entscheidend mit.
  • Führen des Wasserbuches und des Wasserschutzgebietsarchives:
    Wasserrechtliche Entscheidungen werden in das Wasserbuch eingetragen. Für alle ausgewiesenen Wasserschutzgebiete werden die Verordnungen und die Schutzgebietskarten zur Einsichtnahme (im Regierungspräsidium Darmstadt) aufbewahrt.
  • Gebäude-, Straßen-, Wald- und Wegeschäden:
    Bearbeitung von Schäden, die durch Grundwasserentnahmen entstanden sind.


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Aktuelles

Festsetzung eines Wasserschutzgebietes für die Wassergewinnungsanlage „Brunnen Ranstadt“ der Gemeinde Ranstadt (PDF, 450 kB)

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