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Pilotprojekt auf der Kläranlage Langen liefert erste Ergebnisse

Gruppenbild in Langen
25.04.2017 - Pressemitteilung
Bei einer Besichtigung der vom Land Hessen maßgeblich finanzierten Versuchsanlage konnten sich Behördenvertreter am vergangenen Freitag davon überzeugen, wie unter wissenschaftlicher Leitung auf der Kläranlage Langen sog. Spurenstoffe aus dem Abwasser entfernt werden. Auftraggeber des Projektes ist der Abwasserverband Langen - Egelsbach - Erzhausen, die Technische Universität Darmstadt betreut das Projekt wissenschaftlich.

An zwei unterschiedlichen Filtrationstechniken – einem Tuchfilter und einem Membranfilter – wird die „weitergehende Entfernung von Spurenstoffen, Mikroplastik und antibiotikaresistenten Keimen unter Berücksichtigung einer weitergehenden P-Elimination im Rahmen einer großtechnischen Versuchsanlage“ untersucht; so die genaue Bezeichnung des Forschungsprojekts.

In beiden Fällen wird das filtrierte Abwasser anschließend über Aktivkohlefilter geleitet, an der sich die herausfiltrierten Schadstoffe anreichern und somit dem Wasserkreislauf entzogen werden. Die Qualität des glasklaren Wasser aus dem Ablauf der Anlage überzeugte die anwesenden Fachleute aus dem hessischen Umweltministerium, aus dem Landesamt für Umwelt und dem Regierungspräsidium (RP) Darmstadt.

Der Leiter der RP-Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt in Darmstadt, Rainer Fuchs betonte die Bedeutung des Pilot-Projektes für die weitere notwendige Verbesserung der Gewässerqualität im Hessischen Ried: „Unsere Bäche und Flüsse im Ried sind Lebensraum für Fische, Kleinlebewesen und Pflanzen – eine weiter gehende Reinigung des Abwassers aus Kommunen und Industrie ist ein wesentlicher Baustein, um künftig einen guten Zustand dieser wichtigen Lebensräume zu erreichen.“

Der Eintrag von Arzneimittelrückständen, Pestiziden und anderen organischen Mikroverunreinigungen über kommunale Abwasseranlagen in Gewässer wird im Hessischen Ried seit geraumer Zeit intensiv diskutiert. Die Erkenntnisse des Forschungsvorhabens sind ein wichtiger Baustein in der Diskussion um Notwendigkeit und Kosten weitergehender Reinigungsanforderungen für kommunale Kläranlagen.

Bild (v. l.): R. Fuchs (RP), A. Gräfe (HMUKLV), A. Haufschild (AV Langen - Egelsbach - Erzhausen), T. Fundneider (TU Darmstadt)

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