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Weltwassertag: Regierungspräsidentin besucht Wasserschutzpolizei in Wiesbaden und Rheinwasser Untersuchungsstation in Mainz

Gruppenbild vom Termin
22.03.2017 - Pressemitteilung

Unter dem Motto „Wasser und Polizei“ hat Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid am heutigen Weltwassertag (22. März) die Wasserschutzpolizei in Wiesbaden und die Rheinwasser Untersuchungsstation in Mainz besucht. Vor Ort machte sie sich ein Bild davon, wie das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt im Alarmfall unter Zuhilfenahme der Polizei handelt und bei welchen Grenzwerten ihre Behörde „Rhein-Alarm“ ausrufen muss.

Die Qualität des Rheinwassers wird seit dem verheerenden Chemie-Unfall in Basel 1986 rund um die Uhr überwacht. Fände ein solcher Unfall heute statt oder flössen Schadstoffe aus einem anderem Grund in erheblichem Unfang in den Rhein, würde der Internationale Warn und Alarmplan Rhein (WAP) greifen. Dieser warnt alle Rheinanliegerstaaten - vor allem die stromabwärts Betroffenen. Das RP Darmstadt ist für den hessischen Teil des Rheins – von Lampertheim bis Lorch – dafür zuständig, im Schadensfall Alarm zu schlagen.

Wird eine Verunreinigung des hessischen Rheins oder eines seiner Nebenflüsse festgestellt, setzt die Station der Wasserschutzpolizei Wiesbaden auf Anweisung des RP Darmstadt eine entsprechende Meldung im Rahmen des WAP ab. Mit einem Fließzeitmodell kann die Wasserschutzpolizei errechnen, wie sich die Schadstoffwelle im Rhein ausbreitet. Das ermöglicht den Wasserbehörden, schneller die Ursache zu ermitteln, den Schadstoff-Eintrag zu unterbinden und die Betroffenen flussabwärts frühzeitig zu informieren.

Die Polizeistation auf der Maaraue ist Teil eines Netzwerks von sieben Internationalen Hauptwarnzentralen (IHWZ). Als Landeshauptwarnzentrale (LHWZ) leitet sie im Rahmen des WAP Meldungen an Behörden wie das RP und an die Wasserwerke weiter. Die Station ist das ganze Jahr über rund um die Uhr besetzt, verfügt über Computer zur Fließzeitenberechnung und hat Zugriff auf die Gefahrstoffdatenbanken des Hessischen Umweltministeriums. Sie meldet den Umweltbehörden auch Auffälligkeiten, die sich bei ihren Kontrollfahrten oder auf Grund von Informationen durch die Schifffahrt oder aus Hinweisen der Bevölkerung ergeben.

„Wir sind hier am Rhein sehr gut aufgestellt“, sagte Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid bei ihrem Besuch in Wiesbaden. Die Zusammenarbeit zwischen dem RP Darmstadt und der Wasserschutzpolizei in Mainz-Kastel habe sich bewährt und werde deshalb unverändert fortgeführt. Die Regierungspräsidentin besichtigte bei der Polizeistation auf der Maaraue auch ein Einsatzboot. Auf der anderen Rheinseite ließ sie sich zudem die Zusammenarbeit ihrer Behörde mit der Rheinwasser Untersuchungsstation erläutern.

Die Untersuchungsstation wird vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) und dem Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz gemeinsam betrieben. Durch Pumpen, die an den Pfeilern der Theodor-Heuss-Brücke befestigt sind, wird ständig Rheinwasser durch die Station geleitet und so kontinuierlich überwacht. Sie ist eine von neun internationalen Messstellen im Rahmen des WAP. Weitere Informationen finden Sie hier: http://rheinwasseruntersuchungsstation.de/

Bild: Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid mit (von links) dem Vizepräsidenten der Hessischen Bereitschaftspolizei, Volker Pfeiffer, HLNUG-Präsident Prof. Dr. Thomas Schmid und dem Leiter der Wasserschutzpolizeistation Wiesbaden Maaraue, Hans-Jürgen Hartmann.


Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
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