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Vogelgrippe H5N8: Entwarnung für den Opel-Zoo - Landesweite Sicherheitsmaßnahmen bleiben bestehen

06.01.2017 - Pressemitteilung
Der Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N8 im Kronberger Opel-Zoo gilt als erloschen. Heute konnten die letzten Aufhebungsuntersuchungen an dort gehaltenen Zoovögeln planmäßig abgeschlossen werden. Das Hessische Landeslabor hat in keiner der dort entnommenen Proben Influenzaviren nachgewiesen. Damit ist der Opel-Zoo seitens der Behörden ab sofort wieder ohne Einschränkungen für den Besucherverkehr freigegeben. Ebenso werden die um den Zoo eingerichteten Restriktionszonen, der Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet, nun aufgehoben. Die dort an den Hauptzufahrtswegen angebrachten Schilder werden im Lauf der nächsten Woche entfernt.

Bei einem verstorbenen Rosapelikan des Opel-Zoos in Kronberg wurde Ende November 2016 das derzeit grassierende hochpathogene Influenzavirus vom Typ H5N8 nachwiesen. Der Hochtaunuskreis hatte daraufhin den Ausbruch der Geflügelpest (Vogelgrippe) amtlich festgestellt. Teile des Hochtaunuskreises und des Main-Taunus-Kreises in einem 3-km-Radius um den Zoo wurden zum Sperrbezirk erklärt. Um den Sperrbezirk herum wurde im 10-km-Umkreis ein Beobachtungsgebiet eingerichtet, das auch Anteile des Rheingau-Taunus-Kreis sowie einige Frankfurter Stadtteile umfasst.

Der Zoo selbst konnte nach einer vorübergehenden Schließung wenige Tage später für Besucherinnen und Besucher wieder öffnen, jedoch war der Zugang zu den im Zoo gehaltenen Vögeln bis heute nicht möglich. Hintergrund dieser Vorsorgemaßnahme war die Verhinderung einer Verschleppung von möglicherweise vorhandenem Vogelgrippevirus durch den Besucherverkehr in andere Vogelhaltungen.

Im Zuge der Tierseuchenbekämpfung mussten keine Zoovögel getötet werden. Das Regierungspräsidium Darmstadt hatte eine Ausnahmengenehmigung von dem Gebot einer sofortigen Tötung erteilt und stattdessen die Durchführung von zwei Freitestungsuntersuchungen im Abstand von drei Wochen angeordnet. Diese Untersuchungen wurden nun ohne weitere Virusnachweise abgeschlossen, sodass alle Schutzmaßregeln aufgehoben werden können.

Unabhängig von dieser Entwarnung für den Opel-Zoo bleiben die landesweiten Sicherheitsmaßnahmen aufgrund der weiterhin hohen Gefährdungslage bestehen. Hierzu gehören die Pflicht zur Aufstallung von Geflügel in geschlossenen Ställen oder unter Schutzvorrichtungen, die Einhaltung bestimmter Biosicherheitsmaßnahmen auch in kleinen Geflügelhaltungen sowie das grundsätzliche Verbot zur Teilnahme an Vogelausstellungen und -märkten.

Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
Pressesprecherin: Nicole Ohly-Müller, Luisenplatz 2, D-64283 Darmstadt
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