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4-gleisiger Ausbau Bahnstrecke Bad Vilbel - Friedberg: RP schließt 1. Teil der Erörterung ab

Bild vom Schild am Eingang beim Erörterungstermin in Bad Vilbel
24.04.2017 - Pressemitteilung
Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat vergangene Woche den ersten Erörterungsblock im Planfestellungsverfahren zum Ausbau der Bahnstrecke zwischen Bad Vilbel und Friedberg beendet. Ging es am Mittwoch um die Stellungnahmen der vier Anrainer-Kommunen, wurde am Donnerstag die Sammeleinwendung eines Aktionsbündnisses diskutiert. Der Freitag war den Themen Naturschutz und Bodenschutz vorbehalten.

Am Mittwoch wurden die Stellungnahmen der Städte Bad Vilbel, Friedberg und Karben sowie der Gemeinde Wöllstadt zum Strecken-Ausbau erörtert. Sie hatten dabei die Gelegenheit, jene Einwände vorzutragen, die noch nicht im Dialog mit DB Netz ausgeräumt werden konnten.

Den größten Diskussionsbedarf auf Seiten der Kommunen gab es beim geplanten Lärm- und Erschütterungsschutz entlang der viergleisigen Bahn-Trasse. Außerdem trugen Vertreter der Ortslandwirte ihre Bedenken vor. Diese betreffen vor allem den geplanten Flächenverbrauch, die künftigen Brückengrößen (Durchfahrtsbreiten für landwirtschaftliche Fahrzeuge) und die Beeinträchtigungen während der Bauarbeiten.

Bei der Anhörung des Aktionsbündnisses stand die Frage nach dem Nutzen und der Notwendigkeit des Vorhabens im Mittelpunkt. Außerdem übten die Vertreter des Bündnisses Kritik an dem langen Zeitraum zwischen der Offenlage der ersten Pläne und der Erörterung der Einwände vor Ort; zudem äußerte das Aktionsbündnis Zweifel an der Zulässigkeit der Abschnittsbildung des Gesamt-Ausbau-Projekts zwischen Friedberg und Frankfurt-West.

DB Netz legte dar, warum nach ihrer Auffassung separate S-Bahn-Gleise zwischen Friedberg und Frankfurt-West notwendig sind; der S-Bahn-Verkehr werde pünktlicher, der Takt stetiger und damit attraktiver.

Das Aktionsbündnis zog auch die Methodik der DB Netz AG zur Ermittlung des benötigten Erschütterungsschutzes in Zweifel (Uhrzeit der Messungen, Auswahl der Gebäude und vorbeifahrenden Züge). Die Vorhabensträgerin blieb dabei, dass sie alle Konflikte in den einzelnen Ortslagen identifiziert und betrachtet habe.

Das Vorhaben wird von der DB Netz AG geplant, die bei dem Termin mit zahlreichen Vertretern anwesend war. Geleitet und moderiert wurde die Anhörung von drei Beschäftigten des RP aus dem Dezernat Straßen- und Schienenverkehr. Dieses war ebenfalls mit mehreren Personen auf dem Sitzungspodium präsent.

Die Anhörung wird am 17. Mai mit der Erörterung der Einwendungen Privater fortgesetzt.

Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
Pressesprecherin: Nicole Ohly-Müller, Luisenplatz 2, D-64283 Darmstadt
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