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RP schützt Bürger in Südhessen vor Lärm

Karte zum Lärmaktionsplan Straße
25.04.2017 - Pressemitteilung

„Akustische Vielfalt in Deutschland“ ist das diesjährige Motto beim Tag gegen Lärm. Dieser findet seit über zwanzig Jahren weltweit am 26. April statt (International Noise Awareness Day) und wird hierzulande von der Deutschen Gesellschaft für Akustik organisiert. Im Fokus stehen dabei das Erreichte sowie die aktuellen Herausforderungen im Bereich des Lärmschutzes.

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt wirkt dem Umgebungslärm entgegen, indem es Lärmaktionspläne aufstellt. In diesen werden Schutzmaßnahmen festgeschrieben. „Wir wollen zusammen mit den Betroffenen die Lebensbedingungen im hoch belasteten Wirtschaftsraum Rhein-Main/Rhein-Neckar stetig verbessern“, so Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid. Mit dem Lärmaktionsplan für Hauptverkehrsstraßen seien viele Lärmminderungsmaßnahmen angestoßen oder umgesetzt worden. Die Pläne hält Lindscheid für ein geeignetes Instrument, um den Umgebungslärm erträglicher zu gestalten.

Schwerpunkte beim Lärmaktionsplan für Hauptverkehrsstraßen sind der Einbau lärmarmen Asphalts, die Bezuschussung von Lärmschutzfenstern, der Bau von Lärmschutzwänden sowie die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h.

Derzeit erstellt das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) eine neue Lärmkartierung. Diese Karte wird entsprechend der gesetzlichen Vorgaben Straßen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 3 Millionen Kraftfahrzeugen sowie alle Hauptverkehrsstraßen in Ballungsräumen erfassen. Darüber hinaus ist geplant, deutlich mehr Lärmquellen auch unterhalb der Mindestanforderung der EU-Umgebungsrichtlinie zu berücksichtigen. In den Ballungsräumen werden neben dem Straßenverkehrslärm auch der Lärm durch Industrie und Gewerbe kartiert.

Ab dem dritten Quartal dieses Jahres wird die dritte Runde der Lärmaktionsplanung für Hauptverkehrsstraßen in Südhessen und Straßen-, Schienen- und industriellen Lärm in den Ballungsräumen Darmstadt, Frankfurt am Main, Offenbach und Wiesbaden beginnen. Ziel des Planes ist es, den Umgebungslärm so weit zu mindern oder zu verhindern, dass keine gesundheitlichen Auswirkungen für die dort wohnenden Bürgerinnen und Bürger zu befürchten sind. Die Bürgerinnen und Bürger können dann ihre eigene Betroffenheit anhand der Lärmkartierung abschätzen und entsprechende Vorschläge zur Lärmaktionsplanung einreichen.

Karte: Lärmbedingte Geschwindigkeitsbeschränkungen als verbindliche Maßnahme auf Hauptverkehrsstraßen im Regierungsbezirk Darmstadt (Quelle: GeoBasis-DE / BKG 2015)

Hintergrund:
Sinn und Ziel des „Tag gegen Lärm“ ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit bezogen auf Lärm sowie die Verbreitung des Wissens um Ursachen und soziale und gesundheitliche Folgen des Lärms. Wesentlich hierbei ist die Aufklärung der Bevölkerung über Geräusche und ihre Wirkung sowie Maßnahmen zur Reduzierung von Lärm in den unterschiedlichen Lebensbereichen aufzuzeigen. Es geht darum, die Aufmerksamkeit auf die Ursachen von Lärm und seine Wirkungen zu lenken mit dem Ziel die Lebensqualität zu verbessern. Es ist nicht allein damit getan, dass es leiser wird, sondern es geht auch darum, welche Maßnahmen dazu beitragen, Lebensräume authentisch klingen zu lassen und Ruhezonen im Innen- und Außenbereich zu identifizieren – gemeinsam mit denen, die es betrifft. Lebenswerte Kommunen und nachhaltige Entwicklung – Balance zwischen Lebens- und Infrastrukturraum sind dabei die Leitgedanken.


Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
Pressesprecherin: Nicole Ohly-Müller, Luisenplatz 2, D-64283 Darmstadt
Telefon: 06151 12 5412, Fax: 06151 12 6313
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