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RP: Unsachgemäßer Umgang mit Asbest hat Folgen

27.03.2017 - Pressemitteilung
Beim Abriss älterer Gebäude haben die Verantwortlichen im Vorfeld auch festzustellen, ob Gefahrstoffe, wie z. B. Asbest, im Gebäude vorhanden sind. Nur wenn man von den Gefahrstoffen Kenntnis hat, können sie ohne Gefährdung für die mit dem Abriss Beschäftigten und für die Umwelt vor dem eigentlichen Abriss ordnungsgemäß ausgebaut und entsorgt werden. Vor dem Hintergrund eines aktuellen Falles im Kreis Bergstraße macht das Regierungspräsidium Darmstadt jetzt erneut auf die Folgen aufmerksam, die entstehen, wenn die vorherige Gefahrstofferkundung versäumt wird.

In dem aktuellen Bergsträßer Fall war die vorgeschriebene und vom RP-Arbeitsschutzdezernat ausdrücklich geforderte Gefahrstofferkundung vor Abriss unterblieben. Als die Behörde davon erfuhr, war von dem Gebäude nur noch ein großer Haufen mit Bauschutt übrig. Da es Hinweise auf das Vorhandensein von Asbest gab, stellte die Behörde die weiteren Arbeiten in Zusammenarbeit mit dem Umweltkommissariat des Polizeipräsidiums Südhessen ein und nahm Proben aus dem Bauschutt.

Wie die Auswertungen dieser Materialproben belegen, waren in dem Gebäude Asbest und künstliche Mineralwolle verbaut. Für den mit diesen Gefahrstoffen kontaminierten Bauschutt muss nun ein umfangreiches und teures Konzept zur Abtrennung der Gefahrstoffe und zur ordnungsgemäßen Entsorgung erarbeitet werden. Bis dahin bleiben der Abtransport des Materials und weitere Arbeiten auf der Baustelle untersagt.

Die Umweltgruppe der Polizei Südhessen hat die Ermittlungen gegen die Verantwortlichen aufgenommen. Die RP-Dezernate für Abfall und für Arbeitsschutz sowie das zuständige städtische Ordnungsamt arbeiten eng zusammen, um die auf der Baustelle tätigen Arbeitnehmer und die Umwelt zu schützen und eine Ausbreitung der Gefahrstoffe zu verhindern und das Bauvorhaben wieder in die richtige Bahn zu lenken.

Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
Pressesprecherin: Nicole Ohly-Müller, Luisenplatz 2, D-64283 Darmstadt
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E-Mail: pressestelle@rpda.hessen.de



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