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Regierungspräsidium stellt Heilquellen unter Schutz

Foto von der Trinkstelle Kochbrunnen
07.10.2016 - Pressemitteilung

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat für sechs staatlich anerkannte Heilquellen in Wiesbaden ein Schutzgebiet ausgewiesen. Die Schutzgebietsfestsetzung war erforderlich, um das Grund- und Heilwasser im Einzugsgebiet der Heilquellen zu schützen.

Schon die Kelten und Römer kannten die heißen Quellen. Am Ende des Mittelalters wurden Badehäuser an den Thermalquellen erbaut. Zu einer international bekannten Kurstadt entwickelte sich Wiesbaden zu Beginn des 19. Jahrhunderts. In den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die Quellen saniert. Seit dieser Zeit wird das Thermalwasser der Großen und Kleinen Adlerquelle, der Schützenhofquelle, der Salmquelle und des Kochbrunnens unterirdisch zu einem Becken im Kaiser-Friedrich-Bad geleitet und von dort an die einzelnen Abnehmer weitergeleitet, oder es kann direkt an der Trinkstelle des Kochbrunnens entnommen werden. Das Wasser des Faulbrunnens soll direkt an der neu geplanten Trinkstelle zur Verfügung gestellt werden.

Das Heilquellenschutzgebiet Wiesbaden besteht aus mehreren unterschiedlichen Zonen. Die (qualitativen) Schutzzonen II und III sollen eine chemische und hygienische Verunreinigung verhindern. Der Schutz des natürlichen Fließsystems der Heilquellen wird durch die (quantitativen) Zonen A und B mit ihren weiteren Unterteilungen sichergestellt. In den einzelnen Zonen sind abgestuft Nutzungen nicht möglich, die sich nachteilig auf das Heilwasser auswirken können. In der Schutzgebietsverordnung werden diese Nutzungen durch Ge- und Verbote eingeschränkt. „Das Heilquellenschutzgebiet wird ausgewiesen, da die zu schützenden Heilquellen dem Allgemeinwohl dienen“, so das RP Darmstadt in seiner Begründung.

Der Verordnungstext wurde im Staatsanzeiger des Landes Hessen veröffentlicht und kann im Internet unter www.staatsanzeiger-hessen.de eingesehen werden (Nr. 37/2016, S. 973). Außerdem kann die Verordnung mit den dazugehörigen Karten bei der Landeshauptstadt Wiesbaden und bei den ebenfalls betroffenen Kommunen Eltville, Niedernhausen, Taunusstein, Schlangenbad und Walluf eingesehen werden. Die Landeshauptstadt Wiesbaden bietet zusätzlich die Möglichkeit an, das Material auf ihrer Internet-Seite einzusehen. Die Abgrenzung der verschiedenen Bereiche geht aus den Karten hervor.

Bild: Die Trinkstelle Kochbrunnen. (Quelle: RPDA)


Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
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