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Schannenbacher Moor: Tafel weist auf Naturschätze hin

Bild vom Schild im NSG
11.04.2017 - Pressemitteilung

Das „Schannenbacher Moor“ bei Lautertal im Odenwald ist ein besonderes Kleinod der Natur. Darauf weist seit neuestem eine Infotafel hin, die in Schannenbach am Rande des Naturschutzgebiets für die Besucherinnen und Besucher aufgestellt wurde. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat die reich bebilderte Tafel mit Unterstützung des Hessischen Forstamtes Lampertheim und Fotobeiträgen örtlicher Naturschützer erstellt.

Interessiere Leser erfahren zum Beispiel, was es mit den Vorkommen von Fieberklee und Sumpfschrecke auf sich hat. Beide Arten zeugen von der Zeit, als sich hier noch ein ausgeprägtes Niedermoor befand. Dieser Lebensraum ist heute vielerorts verschwunden, umso wichtiger ist es, noch vorhandene Flächen zu schützen. Zu den Raritäten gehört auch das Grüne Besenmoos im bewaldeten Teil des Gebiets. Es handelt sich um ein unscheinbares Moos, das auf der Rinde alter Bäume wächst und als Anzeiger für intakte naturnahe Wälder gilt. Ganz und gar nicht unscheinbar sind die bunten Schmetterlinge, die auf den arten- und blütenreichen Wiesen und an sonnigen Waldrändern und Wegesäumen fliegen. Vor allem für den seltenen Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist das Schannenbacher Moor ein wichtiges Refugium. Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Falter auf die Blüten des Großen Wiesenknopfs spezialisiert, auf die er seine Eier ablegt. Die Raupen überwintern unterirdisch in Ameisennestern. Beides findet er in den naturnahen Wiesen des Schannenbacher Moors.

Damit diese Naturschätze erhalten bleiben, appelliert das Regierungspräsidium Darmstadt an die Besucherinnen und Besucher, beim Schutz des Gebietes mitzuhelfen, indem sie auf den Wegen bleiben und Hunde anleinen. Als Teil des NATURA 2000-Gebiets „Gronauer Bach mit Hummelschied und Schannenbacher Moor“ hat das Naturschutzgebiet auch europaweite Bedeutung. Ein kürzlich fertig gestellter Bewirtschaftungsplan legt die zur Erhaltung notwendigen Pflege- und Entwicklungs-maßnahmen fest. Die Maßnahmen werden vom Hessischen Forstamt Lampertheim ausgeführt. Wer sich für die Pflege des Gebietes interessiert, kann den Bewirtschaftungsplan über das Hessische Naturschutz Informationssytem herunterladen.


Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
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