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Über 100 Tierärztinnen und Tierärzte zur Fortbildung im RP Darmstadt

23.11.2016 - Pressemitteilung
Im Regierungspräsidium Darmstadt (RP) haben sich jetzt wieder über 100 Tierärztinnen und Tierärzte aus dem Regierungsbezirk Darmstadt zu aktuellen Themen im Hinblick auf den Arzneimitteleinsatz in der tierärztlichen Praxis informiert. Die Fortbildungsveranstaltung wurde bereits zum sechsten Mal durch das RP in enger Zusammenarbeit mit der Landestierärztekammer Hessen durchgeführt. Im Mittelpunkt der heutigen Fortbildung standen die fachgerechte Durchführung von Narkosen in der tierärztlichen Praxis sowie die weitere Reduktion des Antibiotikaverbrauchs in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung.

Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid machte in ihrer Begrüßungsansprache darauf aufmerksam, dass ihr der in Ihrem Hause intensiv gelebte Dialog zwischen Überwachungsbehörde, Tierärztekammer und Praktikern ein besonderes Anliegen sei. Denn die Sachkunde der Tierärztinnen und Tierärzte, der maßvolle Einsatz von Tierarzneimitteln und das Einhalten der komplexen arzneimittelrechtlichen Bestimmungen seien von wesentlicher Bedeutung nicht für die tierische, sondern letztlich auch für die menschliche Gesundheit.

Die Vizepräsidentin der Landestierärztekammer Hessen, Prof. Sabine Tacke von der Justus-Liebig-Universität Gießen, gab im Rahmen ihres Vortrags wichtige „Tipps für die tägliche Narkosepraxis“. Eine effektive und zuverlässige Schmerzausschaltung im Rahmen tierärztlicher Eingriffe, so Prof. Tacke, ist ein im Alltag oftmals unterschätztes Problemfeld mit offensichtlichen Auswirkungen auf den Tierschutz.

Danach referierte Dr. Wilfried Wolter vom Regierungspräsidium Gießen über das aktuelle Thema „Handlungsempfehlungen zum Antibiotikaeinsatz zur Behandlung von Eutererkrankungen und beim Trockenstellen von Milchkühen“ und gab dabei wichtige Hinweise, wie nach dem heutigen Stand der Wissenschaft im Rahmen der Bestandsbetreuung Antibiotika eingespart und sinnvoll eingesetzt werden können.

Dr. Thomas Reinle vom Regierungspräsidium Darmstadt ging schließlich noch auf einige aktuelle Themen und Entwicklungen aus dem Arzneimitterecht ein und gab einen Überblick über die aktuelle Lage im Hinblick auf die derzeit grassierende Geflügelpest vom Typ H5N8.

Ergänzende Hintergrundinformationen

Das RP Darmstadt führt zu aktuellen arzneimittelrechtlichen Fragestellungen in Kooperation mit der Landestierärztekammer jährliche Informationsveranstaltung für praktizierenden Tierärztinnen und Tierärzte des Regierungsbezirks durch. Ziel der Veranstaltungen ist es, über aktuelle rechtliche Entwicklungen, ausgewählte Problemfelder und häufig festgestellte Verstöße im Rahmen der Tierarzneimittelüberwachung zu informieren.

Tierärztinnen und Tierärzte verfügen in Deutschland über das sogenannte Dispensierrecht, d.h. sie betreiben in ihren Praxen eigene Hausapotheken, über welche sie Arzneimittel im Großhandel einkaufen, diese anwenden und an Tierbesitzer abgeben können. Im Gegensatz zur Humanmedizin, wo der Patient benötigte Arzneimittel über die Apotheke beziehen muss, können Tierärzte die notwendigen Medikamente selbst in Verkehr bringen. Um möglichen Missbrauch zu vermeiden, gelten dabei strenge gesetzliche Regeln. Für die Überwachung der arzneimittelrechtlichen und betäubungs-mittelrechtlichen Vorgaben in den Tierarztpraxen sind in Hessen die Regierungspräsidien zuständig.

Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
Pressesprecherin: Nicole Ohly-Müller, Luisenplatz 2, D-64283 Darmstadt
Telefon: 06151 12 5412, Fax: 06151 12 6313
E-Mail: pressestelle@rpda.hessen.de



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