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„Wir erfinden ein neues EUROPA“ - Planspiel in der Bischof-Neumann-Schule in Königstein

Jugendliche beim Planspiel
25.11.2016 - Pressemitteilung

"Wir befinden uns im Jahr 2020. Auf der Erde wird von einem europäischen Forschungsschiff unerwartet ein sechster Kontinent entdeckt. Es ist eine Sensation: Der neue Kontinent ist zwar unbewohnt, aber seine Geografie, seine Vegetation und sein Klima sind Europa zum Verwechseln ähnlich."

So wurden die Schülerinnen und Schüler der 11.und 12. Klasse der Königsteiner Bischof-Neumann-Schule kürzlich (22.11.) auf ein Planspiel zur Europäischen Bürgerschaft „Eurotopia“ eingestimmt, das gemeinsam von der Europäischen Akademie Hessen (EAH) und dem Europäischen Informationszentrum im Regierungspräsidium Darmstadt (EIZ) sowie der Schule realisiert wurde.

Ziel des fünfstündigen Planspiels war es, den Jugendlichen den Kerngedanken Europas und seiner Politik näherzubringen, indem sie sich gedanklich mit der Ausgestaltung einer neuen europäischen Gesellschaft auseinandersetzen.

Nachdem einer kurzen Vorstellungsrunde wurden die Schülerinnen und Schüler in drei Gruppen eingeteilt, in denen die Jugendlichen in die Rollen von Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen schlüpften. Danach diskutierten sie - je nach Vorgabe - über die beste gesellschaftliche Ordnung für den neuen Kontinent. Während ein Forschungsteam dem europäischen System zwar positiv gegenüber stand, dieses aber innovativ weiterentwickeln möchte, lehnte ein anderes Team das europäische System ab und zielte auf eine komplett neue Ordnung. Die dritte Forschungsgruppe war vom bestehenden System der Europäischen Union überzeugt und möchte dieses auf dem neuen Kontinent etablieren.

Durch die unterschiedlichen Vorgaben entstanden in den Gruppen verschiedene Ansätze bei Themen wie Amtssprache, Souveränität und der politischen Ordnung. In einer Fachexpertenrunde mussten sich die Schülerinnen und Schüler letztendlich auf Vorschläge bzw. Richtlinien oder Regelungen für ihr „Neues Europa“ einigen. Gewünschter Nebeneffekt der gemeinschaftlichen Diskussion war die Auseinandersetzung mit der eigenen Sicht auf das tatsächliche Europa und das, was die einen als Vorteile und die anderen als Defizit empfinden..

Ergebnis der kritischen Auseinandersitzung war, das der neue Kontinent eine an die EU angelehnte Organisationsstruktur erhalten sollte. Insbesondere, was die die Bürger- und Menschenrechte, die Gewaltenteilung und eine Aufteilung in Zentral- und Regionalverwaltungen betrifft. Die Amtsträger sollen dabei direkt vom Volk gewählt werden. Als Amtssprache einigte man sich mehrheitlich auf Englisch. Das Grundmodell des Wohlfahrtsstaates, wie es in vielen europäischen Ländern üblich ist, soll beibehalten werden. Gleichzeitig sollen alle Kulturen aus Europa mithilfe von Museen und Gedenkstätten vereint werden.

Die Veranstalter und die beteiligten Lehrer der Politik und Wirtschaft Leistungskurse, waren sehr zufrieden mit dem Verlauf und dem Ergebnis des Planspiels und würden dieses gerne im kommenden Jahr mit neuen „Europa-Erfindern“ wiederholen.

Hinweis:
Das Europäische Informationszentrum und die Europäische Akademie Hessen sind beide im Regierungspräsidium Darmstadt ansässig. Nähere Informationen zu beiden Institutionen finden Sie unter www.eiz.hessen.de und www.europaeische-akademie-hessen.de.

Schulen, die an einem Planspiel zu Europa interessiert sind, können sich gerne an das EIZ wenden: eu-infozentrum@rpda.hessen.de oder telefonisch 06151 125659.


Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
Pressesprecherin: Nicole Ohly-Müller, Luisenplatz 2, D-64283 Darmstadt
Telefon: 06151 12 5412, Fax: 06151 12 6313
E-Mail: pressestelle@rpda.hessen.de



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