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RP kontrolliert Trinkwasser-Notbrunnen in Wiesbaden

Gruppenbild bei einer Kontrolle des RP
20.12.2016 - Pressemitteilung
Bei einem Ausfall der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Not- und Krisensituationen kann auf staatliche Vorsorgemaßnahmen zur Trinkwasser-Notversorgung zurückgegriffen werden. Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt überwacht als Obere Wasserbehörde die dafür vorhandenen Trinkwasser-Notbrunnen und –quellen - alleine in Wiesbaden gibt es über 30 davon und diese wollen kontrolliert sein. Die Wiesbadener Umweltabteilung des RP überprüft in der hessischen Landeshauptstadt jährlich etwa fünf Notbrunnen durch einen Probelauf auf deren ordnungsgemäße Funktion sowie durch Sichtung der Wartungsprotokolle – so wie jüngst wieder in Mainz-Kastel auf dem Gelände der Feuerwache 2. 

Betreut und im Krisenfall in Betrieb genommen werden die Trinkwasserstellen von der Wiesbadener Berufsfeuerwehr. Darüber hinaus berät das RP die Gemeinden als Leistungspflichtige bei der ordnungsgemäßen Wartung und Instandhaltung der Anlagen und bei Erhaltungsmaßnahmen. Sofern die Reparatur einer Anlage nicht mehr wirtschaftlich ist, können die Leistungspflichtigen die Neubeschaffung der entsprechenden Anlage beantragen. Das RP prüft dann den Antrag und leitet ihn über das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur Entscheidung weiter.

Die Trinkwasser-Notversorgung ist eine staatliche Vorsorgemaßnahme des BBK. Das BBK hat gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium eine neue „Konzeption zivile Verteidigung“ erarbeitet und im Sommer der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei bauen die Vorbereitungen für die Zivile Verteidigung auf den Planungen für eine friedensmäßige Krisenbewältigung auf.

Im Ernstfall soll unter anderem die Versorgung mit Trinkwasser als wichtigstem Lebensmittel für Mensch und Tier sichergestellt sein. Hierzu stehen deutschlandweit mehr als 5.200 Trinkwasser-Notbrunnen und -quellen zur Verfügung, die gleichzeitig etwa 25 Prozent der Bevölkerung versorgen können. Die Anlagen befinden sich überwiegend in Wohngebieten von Großstädten und Ballungsräumen.

Bild: Überprüfung eines Trinkwassernotbrunnens durch (v.l.n.r.) Oliver Schad, Jürgen Scheuern und Jessica Mück von der Berufsfeuerwehr Wiesbaden und Rainer Klausen und Udo Seliger vom Regierungspräsidium Darmstadt.

Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
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