Unbemannte Luftfahrt

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fliegende Drohne

Informationen zum Betrieb unbemannter Fluggeräte (Unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle - "Drohnen")
 

Seit dem 07.04.2017 gilt die Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten vom 30.03.2017. Durch diese Verordnung wurde der Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen neu geregelt. Dabei werden Flugmodelle und unbemannte Flugsysteme nunmehr im Wesentlichen gleich gestellt. Die wesentliche Änderung gegenüber der bisherigen Rechtslage ist, dass der Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Fluggeräten mit Elektroantrieb bis 5 Kilogramm Startmasse nunmehr erlaubnisfrei ist. Erst ab einer Startmasse von mehr als 5 kg bedarf der Aufstieg einer behördlichen Erlaubnis. Der Betrieb von unbemannten Fluggeräten durch Behörden ist generell erlaubnisfrei, wenn dieser zur Erfüllung ihrer Aufgaben stattfindet, ebenso der Betrieb durch Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z.B. Feuerwehren, THW, DRK etc..

Zudem sind weitere Erlaubnistatbestände (z.B. Betrieb bei Nacht oder in der Nähe von Flugplätzen) und Betriebsverbote zu beachten:

Ein Betriebsverbot gilt für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme

  • außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg;
  • in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Krankenhäusern, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVAs oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten;
  • über bestimmten Verkehrswegen;
  • in Kontrollzonen von Flugplätzen (auch An- und Abflugbereiche von Flughäfen),
  • in Flughöhen über 100 Metern über Grund, es sei denn, der Betrieb findet auf einem Gelände statt, für das eine allgemeine Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen erteilt und für die eine Aufsichtsperson bestellt worden ist, oder, soweit es sich nicht um einen Multicopter handelt, der Steuerer ist Inhaber einer gültigen Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder verfügt über einen Kenntnisnachweis;
  • über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen. Ausnahme: Der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimmt dem Überflug ausdrücklich zu;
  • zum Transport von Explosivstoffen, pyrotechnischen Gegenständen und anderen gefährlichen Stoffen.

Außerdem ist der Betrieb von unbemannten Flugsystemen mit einer Startmasse von mehr als 25 kg weiterhin verboten.

Die Luftfahrtbehörden können jedoch Ausnahmen zulassen. Der entsprechende Antrag wird von dem Regierungspräsidium bearbeitet, in dessen Bezirk der Flugbetrieb des unbemannten Luftfahrtsystems erfolgen soll.

Der Regierungsbezirk Darmstadt umfasst die Landkreise Odenwald, Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Offenbach, Main-Taunus, Hochtaunus, Rheingau-Taunus, Wetterau, Main-Kinzig sowie die kreisfreien Städte Wiesbaden, Frankfurt am Main, Offenbach, Darmstadt. Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte in Hessen werden vom Regierungspräsidium Kassel -Dezernat 22 – Infrastrukturmaßnahmen, Luftverkehr, Allgemeine Verkehrsangelegenheiten- www.rp-kassel.hessen.de  betreut.

Weiterhin ist ab dem 01.10.2017 für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 2 kg ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch a) gültige Pilotenlizenz, b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle, Mindestalter: 16 Jahre c) Bescheinigung nach Einweisung durch einen Luftsportverein (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre. Die Bescheinigungen gelten für 5 Jahre. Für den Betrieb auf Modellfluggeländen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich.

Weitere Informationen zum Kenntnisnachweis und eine Liste der nach § 21d LuftVO anerkannten Stellen findet man hier

Darüber hinaus gilt ab dem 01.10.2017 eine Kennzeichnungspflicht: Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg müssen künftig gekennzeichnet sein, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können. Die Kennzeichnung erfolgt mittels feuerfester Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers.

Ausführliche Informationen zur Rechtslage, z. B. auch einen Entscheidungsbaum für die Planung von Drohneneinsätzen findet man zudem auf den unter "Links" aufgeführten Websites.

Sollte der von Ihnen beabsichtigte Flugbetrieb eine Betriebserlaubnis nach § 21a LuftVO oder eine Befreiung von den Betriebsverboten nach § 21b LuftVO erfordern, dann benutzen Sie bitte die nachfolgenden Antragsformulare.

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