Ballungsräume

Lärmaktionsplan Ballungsräume
Lärmaktionspläne sind auch für Ballungsräume aufzustellen. Ballungsräume sind Gebiete mit städtischem Charakter mit über 100.000 Einwohnern. Betrachtet wird hier der Umgebungslärm, welcher von Straßenverkehr, Schienenverkehr, Flugverkehr sowie von Geländen von industriellen Tätigkeiten ausgeht. Wesentliche Aufgabe der Lärmaktionsplanung ist die Bewertung der Lärmsituation und die Formulierung von Maßnahmen, Konzepten und Strategien, die zur Lärmreduzierung beitragen und Lärmbelastungen entgegen wirken können.

Nachtragsplan der 2. Stufe
Die EU-Kommission hat die Bundesrepublik Deutschland wegen einer nicht vollständig durchgeführten Lärmaktionsplanung der 2. Stufe aufgefordert, einen Nachtragsplan zu erstellen. Das Bundesland Hessen ist hiervon in kleineren Teilaspekten betroffen. Die fehlenden Teile der Lärmaktionsplanung der 2. Stufe beziehen sich auf Lärm in den Ballungsräumen Darmstadt, Frankfurt/M., Offenbach und Wiesbaden, der von Geländen für industrielle Tätigkeiten und vom Eisenbahnverkehr ausgeht.
Der Lärmaktionsplan Hessen, Nachtragsplan der 2. Stufe, Teilplan Eisenbahnverkehr und Gelände für industrielle Tätigkeiten für den Regierungsbezirk Darmstadt inkl. der Ballungsräume Darmstadt, Frankfurt am Main, Offenbach und Wiesbaden, trat mit der Veröffentlichung am 16. Oktober 2017 in Kraft.

Lärmkartierung 3. Runde
2017 wurden zunächst für die 3. Runde der Lärmaktionsplanung Hauptverkehrsstraßen in Ballungsräumen mit über 3.000 Kfz/Tag einschließlich der Stadtbahnen/Straßenbahnen sowie des Lärms, der von sogenannten Industrie-Emissionsanlagen emittiert wird, kartiert. Alle verfügbaren hessischen Straßen werden zudem erstmals in der PLUS-Kartierung berücksichtigt und bis zu deutlich niedrigeren Pegeln kartiert. Die PLUS-Karten liegen zurzeit noch nicht für ganz Hessen vor. Die Ergebnisse der Lärmkartierungen finden Sie auf der Internetseite des HLNUG unter http://www.laerm.hessen.de.

Lärmaktionsplanung der 3. Runde
Die Lärmaktionsplanung der 3. Runde beginnt mit der 1. Öffentlichkeitsbeteiligung, welche vom 20. November 2017 bis einschließlich 31. Januar 2018 stattfindet. Hier haben die Bevölkerung, die Kommunen und auch Träger öffentlicher Belange die Möglichkeit Lärmprobleme zu melden und Anregungen und Vorschläge zu Lärmminderungsmaßnahmen zu unterbreiten. Des Weiteren besteht die Möglichkeit auf ruhige Gebiete (Parks, Grünbereiche, Naherholungsgebiete etc.) hinzuweisen, in denen die Ruhe besonders geschützt werden soll.

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