Ausstellung zu invasiven Arten im RP (Standort Hilpertstraße)

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Stellwände in großem Raum
Blick in die Ausstellung zu invasiven Arten am RP-Standort in der Hilpertstaße 31 in Darmstadt.

Beim Regierungspräsidium (RP) ist am Standort in der Darmstädter Hilpertstraße noch bis zum 29. Oktober eine Wanderausstellung des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zu invasiven Tier- und Pflanzenarten zu sehen. Gebietsfremde Arten wie Waschbär, Nilgans und Nutria genießen seit geraumer Zeit große Aufmerksamkeit, da sie heimischen Arten zu schaffen machen, diese verdrängen und gar in ihrem Bestand gefährden. Nach der erfolgreichen Präsentation des HLNUG auf dem Hessentag hat das RP die Schau jetzt nach Darmstadt geholt – denn die RP-Dezernate in der Hilpertstraße sind unter anderem für Artenschutz, Schutzgebiete und biologische Vielfalt zuständig.

Die Ausstellung umfasst – neben Informationen auf Poster-Stellwänden – ein Puzzle, ein digitales Quiz und eine Animation zum Thema invasive Arten. Weiterführende Broschüren und Faltblätter liegen vor Ort aus. Am 9. Oktober wird Diplombiologe Dr. Andreas Opitz vom HLNUG dort ab 10.30 Uhr über invasive Arten in Hessen referieren. Er zeigt deren Auswirkungen auf die Artenvielfalt, die Wirtschaft und auf die Gesundheit der Menschen, und er stellt Möglichkeiten vor, wie die Bevölkerung ihren Beitrag zur Eindämmung leisten kann. Jutta Flocke, zuständige Abteilungsleiterin im RP, wird über die diesbezügliche Arbeit des RP als Obere Naturschutzbehörde berichten. Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen!

Ort: RP-Standort Hilpertstraße 31 (im Foyer) in Darmstadt

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 8 bis 16.30 Uhr
Freitag: 8 bis 15 Uhr

Hintergrund: Invasive Arten
Manche ‚invasive Arten‘, wie man ursprünglich aus anderen Regionen, sogar Kontinenten stammende Tiere und Pflanzen nennt, finden wir eigentlich gar nicht so schlimm. Sie sehen niedlich oder schön aus, duften gut, haben vielleicht ein dichtes glänzendes Fell, wie das des über Jahrhunderte für Pelzmäntel gejagten Waschbären. Dass diese jedoch dafür sorgen, dass heimische Arten verdrängt werden, steht auf einem anderen Blatt. Nilgänse im Freibad, Waschbären an innerstädtischen Mülltonnen, Bisamratten an Gewässern – an manchen Stellen sind Veränderungen in der hessischen Tier- und Pflanzenwelt offensichtlich.

Aus der ganzen Welt kommen auf verschiedenen Wegen neue Arten zu uns, die es vorher in Hessen nicht gab – so genannte ‚gebietsfremde‘ Arten. Wenn sie so erfolgreich sind, dass sie Lebensräume verändern und heimische Arten verdrängen, gelten sie als ‚invasiv‘. Mit manchen Eindringlingen, die sich inzwischen hier komplett eingewöhnt haben, werden wir uns auf Dauer arrangieren müssen, bei anderen gibt es noch eine Chance, unsere ursprünglichen, heimischen Arten vor diesem Angriff zu schützen. Invasive Arten sind ein weltweites Phänomen, dem Klimawandel und Globalisierung mit internationalem Schiffs- und Flugverkehr Vorschub leisten.

Mehr Infos zum Thema gibt es hier: www.hlnug.de/invasive-arten

Pressekontakt
Pressesprecherin: Nina Lipp
Pressestelle Regierungspräsidium Darmstadt
Telefon: +49 6151 12-6209
E-Mail: pressestelle@rpda.hessen.de

Luisenplatz 2
64283 Darmstadt

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