Bauarbeiten an Fischaufstiegsanlage in Kostheim am Main gehen los

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Wasserkraftanlage
Die Wasserkraftanlage in Mainz-Kostheim mit dem Bauschild davor

Im Sommer haben die Umbau-Arbeiten an der Fischaufstiegsanlage der Wasserkraftanlage Kostheim/Main begonnen. In den kommenden Wochen werden zunächst weitere notwendige Untersuchungen des Baugrunds durchgeführt, bevor in den kommenden Monaten mit den Tief- und Betonbaumaßnahmen begonnen wird. Es soll nicht nur die Funktionslücke der bestehenden Aufstiegsanlage für die Wasserkraftanlage geschlossen, sondern auch die Gesamtdurchgängigkeit der Stauanlage erreicht werden.

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt als Obere Wasserbehörde verspricht sich durch die laufende Umbaumaßnahme einen dauerhaften positiven Effekt für die Wanderfische und das gesamte Spektrum der heimischen Fischarten. Neben baulichen Maßnahmen am bestehenden Fischaufstieg, hydraulischer Optimierung und entsprechenden Messungen wird es ein ausführliches Monitoring geben, um den Erfolg des Umbaus zu dokumentieren.

An der Planung sind neben anerkannten Büros und Sachverständigen auch die Experten der Bundesanstalten für Gewässerökologie und für Wasserbau beteiligt. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) hat sich dem Projekt ebenfalls angeschlossen. Die Federführung liegt bei der WKW Kostheim GmbH. Die Bauzeit wird bis zu ein Jahr betragen.

Der Betreiber der Wasserkraftanlage – die WKW Staustufe Kostheim / Main GmbH Co.KG – hatte dem RP bereits 2016/2017 seine Planung vorgelegt. Diese Planung wurde von der Behörde genehmigt und Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid übergab im Oktober 2017 den entsprechenden Bescheid. Allerdings hat es danach noch Anpassungen an der Planung gegeben.

Parallel zu diesem Vorhaben laufen an diesem Standort weitere Planungen und Untersuchungen des Kraftwerkbetreibers zur Sicherstellung des Fischschutzes und des Fischabstieges. Diese haben das Ziel, Fischschäden zu vermeiden und die Passage flussabwärts zu gewährleisten.

Hintergrund:
Wasserkraftanlagen ermöglichen die Produktion von klimafreundlichem Strom und Stauanlagen ermöglichen die Schifffahrt. Soweit, so gut. Sie verhindern allerdings beide die uneingeschränkte Passierbarkeit für Wanderfische und heimische Flussfische wie z.B. Lachs und Barbe. Auch an der Wasserkraftanlage in Kostheim zeigte der bestehende Fischaufstieg im Umgehungsgerinne in den vergangenen Jahren nicht den gewünschten Erfolg, ebenso wenig der bestehende alte Fischpass am Stauwehr. Das ist umso folgenschwerer, da der Standort Kostheim als unterste Staustufe besondere Bedeutung für die Durchgängigkeit für aquatische Organismen im Main-Einzugsgebiet hat.

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Pressesprecher: Guido Martin
Pressestelle Regierungspräsidium Darmstadt
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