Die Untersuchungen auf der Airbase sind abgeschlossen

Die Untersuchungen des zweiten Belastungsschwerpunktes haben gezeigt: dort ist die PFC-Belastung sehr viel niedriger als in der Area 12. Zudem haben die Auswirkungen der PFC-Belastungen beider Areale auf das Umfeld des Airbase-Geländes nicht das zunächst befürchtete Ausmaß.

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Sondierpunkt im Westen der Airbase im Hintergrund Clay Kaserne.
Sondierpunkt im Westen der Airbase - im Hintergrund ist die Clay Kaserne zu sehen.

Bekannt ist, dass die Airbase in Wiesbaden-Erbenheim in Teilbereichen mit Poly- und Perfluorierten Chemikalien (PFC) belastet ist. Ursache der Verunreinigungen von Boden und Grundwasser ist der Gebrauch von PFC-haltigen Lösch-Schäumen durch die US Army , wie er früher auf Flughäfen üblich war.

Ein Schwerpunkt der Altlast ist der ehemalige Lösch-Übungsplatz im Nordosten der Startbahn („Area 12“). Untersuchungen der US Army in 2021 bestätigten - wie vom RP vermutet - einen weiteren Belastungsschwerpunkt im nordwestlichen Teil der Startbahn („Area 11“). Dort befand sich früher ein Lager- und Schrottplatz für Abfallprodukte, wo gelegentlich auch Altöl verbrannt und gelöscht wurde. Die US Army untersucht diesen Bereich nun vertiefend, hier sind die Verunreinigungen sehr viel niedriger als in der Area 12.

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat im September 2021 über geplante Untersuchungen auf einer Fläche von mehr als fünf Quadratkilometern im Westen bis Südsüdwesten der Airbase berichtet. Diese sind nun abgeschlossen.
Neben privaten Brunnen, öffentlichen Messstellen und Quellaustritten wurden neue Sonden zur Untersuchung des Grundwassers erbohrt. Auch neue Beobachtungsbrunnen der US Army am Westrand der Airbase wurden bei der Auswertung berücksichtigt. Das Ergebnis bestätigt die durch Voruntersuchungen vermutete Fließrichtung des Grundwassers in vorwiegend süd-südwestliche Richtung. An einem Bestandsbrunnen nahe der Airbase wurden Konzentrationen in der gleichen Größenordnung früherer Untersuchungen festgestellt. Die PFC-Konzentrationen fallen im Verlauf der Fließstrecke des Grundwassers deutlich ab. Sie liegen etwa auf Höhe der südlichen Airbase-Grenze auf einem Niveau knapp oberhalb der analytischen Nachweisgrenze. Ursache der dort im Grundwasser detektierten PFC ist offenbar die o.g. Area 11.

Fazit: Die Auswirkungen der PFC-Belastungen der Areas 11 und 12 haben auf das Umfeld des Airbase-Geländes nicht das zunächst befürchtete Ausmaß. Auf Höhe des südlichen Grenzzauns liegen die Belastungen auf einem unkritischen Niveau. Auf dem Airbase-Gelände erfolgen zurzeit intensive Bautätigkeiten mit Bodenaushub und Wasserhaltungen zum Trockenlegen der Baugruben. Dies bedeutet eine stete Reduzierung des Nachlieferungspotentials an Schadstoffen: eine Quellsanierung durch Bodenaushub mit Zwischenlagerung bzw. Abfuhr der belasteten Böden sowie Grundwasserhaltungen mit Ableitung des belasteten Wassers über entsprechende Aufbereitungsanlagen.

Weitere Untersuchungen und Überwachungen sind geplant. Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt erstellt mit der US Army einen Maßnahmenkatalog, um die Schadstoffbelastungen weiter zu reduzieren.

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Pressesprecherin: Nina Lipp
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