Erkundungsbohrungen für Neubaugebiet in Wiesbaden-Erbenheim - RP-Bergaufsicht erteilt Genehmigung

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Querschnittgrafik eines Hauses mit unterirdischer Geotherm-Anlage
Geothermie

Die ESWE Versorgungs AG, ein kommunales Versorgungsunternehmen der Landeshauptstadt Wiesbaden, hat vom Dezernat Bergaufsicht des Regierungspräsidiums Darmstadt die Genehmigung zur Erkundung von Erdwärme für ein Neubaugebiet im Stadtteil Erbenheim erhalten.

Insgesamt werden drei Erkundungsbohrungen bis zu einer Tiefe von maximal 200 m durchgeführt. Anschließend erfolgen der Ausbau mit jeweils einer Erdwärmesonde und die geothermischen Testarbeiten. Über diese Testbohrungen soll sowohl der Einwirkungsbereich als auch die Wärmeleistung für eine spätere Gewinnung ermittelt werden.

Die Erdwärme soll zukünftig das im Rahmen der städtebaulichen Neuordnung entstehende Stadtquartier auf dem ehemaligen Betriebsgrundstück der DYWIDAG am südwestlichen Ortsrand von Wiesbaden-Erbenheim mit „kalter Nahwärme“ versorgen. Bei dem Konzept der kalten Nahwärme wird Energie dezentral mit Wärmepumpen in mehreren Einheiten bereitgestellt. Ausgangspunkt eines kalten Nahwärmenetzes bildet eine zentral erschlossene Wärmequelle. Das seit 2005 brachliegende Grundstück an der Berliner Straße hat eine Flächengröße von 150.000 m². Ziel der städtebaulichen Entwicklung ist ein Stadtquartier unterschiedlicher Wohnformen mit einer umweltverträglichen Wärmeversorgung.

Da Erdwärme als bergfreier Bodenschatz unter die Regelungen des Bundesberggesetzes fällt, wurde die Genehmigung zur Aufsuchung durch die Bergaufsicht des Regierungspräsidiums notwendig.

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Pressesprecher: Dieter Ohl
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