Geschichte: RP verlegt Gedenk-Tafel an Luisenplatz

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Gedenktafel am Luisenplatz
v.l.n.r.: Erhard Göhl, Karin Wolff, MdL, Peter Beuth, Staatsminister, Dr. Alexander Böhmer, RVP

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat die Gedenktafel der Hessischen Landesregierung für die Opfer des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953 sowie des Kommunismus in Deutschland verlegt. Diese befindet sich nun nicht mehr im Inneren des Kollegiengebäudes, sondern auf dem Luisenplatz unterhalb des Wandmosaiks am Wilhelminengebäude. Damit soll es künftig möglich sein, diese bei Gedenkanlässen öffentlich einzubeziehen.

„Der 17. Juni 1953 ist ein Schlüsselereignis der deutschen Nachkriegsgeschichte, das niemals in Vergessenheit geraten darf“, so Hessens Innenminister Peter Beuth bei der Enthüllung der Tafel. „Die Gedenktafel ist ein Zeichen des Respekts und der Wertschätzung vor denen, die unter Einsatz ihres Lebens für Freiheit und Demokratie einstanden. Sie soll auch allen Menschen zeigen, dass es kostbar ist, in einem freien und vereinten Deutschland zu leben und dass wir unsere gemeinsamen Werte immer wieder verteidigen müssen“, sagte er.

„Wir wollen damit dem Gedenken an die DDR-Unrechtsherrschaft einen prominenteren Ort geben“, sagte Regierungsvizepräsident Dr. Alexander Böhmer. Dieser sei nun sichtbar im Stadtbild und biete bei Jahrestagen die Möglichkeit, hier ein öffentliches Gedenken stattfinden zu lassen. Der Anregung der Landtagsabgeordneten Karin Wolff sei seine Behörde gerne gefolgt. Die Landtagsabgeordnete und Erhard Göhl von der Vereinigung der Opfer des Stalinismus erinnerten schließlich in ihren Wortbeiträgen an die verschiedene Geschehnisse während der DDR-Zeit.

Anlässlich der Verlegung der Gedenktafel hat das RP außerdem eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in sein Hauptgebäude am Luisenplatz 2 geholt - diese ist zu den Öffnungszeiten der Behörde im Dienstgebäude am Luisenplatz 2 bis zum 18. Januar 2019 zu sehen.

2013 waren die Gedenktafeln in den drei Regierungspräsidien aufgehängt worden. Diese gewähren politisch Verfolgten aus der ehemaligen DDR seit vielen Jahren Hilfe und Entschädigung. Zunächst geschah dies im Rahmen von Eingliederungshilfen (Begrüßungsgeld) in der Hessischen Erstaufnahme. Seit den 1990er Jahren wird auf Antrag beim RP Darmstadt eine Einmal-Entschädigung gezahlt. Alleine in Südhessen erhalten derzeit außerdem fast 600 Personen eine monatliche Opferrente.

Mehr Informationen zur finanziellen Unterstützung der Opfer durch das RP gibt es hier: https://rp-darmstadt.hessen.de/soziales/strafrechtliches-rehabilitierungsgesetz

Pressekontakt
Pressesprecher: Dieter Ohl
Pressestelle Regierungspräsidium Darmstadt
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Luisenplatz 2
64283 Darmstadt

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