Landesgewerbearzt wird mit Franz-Koelsch-Medaille ausgezeichnet

Im Rahmen der 61. Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) wurde der Landesgewerbearzt des Regierungspräsidiums (RP) Darmstadt, Prof. Dr. Ulrich Bolm-Audorff, mit der Franz-Koelsch-Medaille ausgezeichnet. Sie wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch besondere Leistungen auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin ausgezeichnet haben.

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Landesgewerbearzt
Der Landesgewerbearzt des RP, Prof. Dr. Ulrich Bolm-Audorff

Die Franz-Koelsch-Medaille wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch besondere Leistungen auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin ausgezeichnet haben. Der Präsident der DGAUM, Prof. Dr. med. Hans Drexler, würdigte Ulrich Bolm-Audorff als „energischen, fachkompetenten Streiter in Sachfragen“ und überreichte ihm die Franz-Koelsch-Medaille „als Anerkennung und Dank für (seine) vielfältigen und erfolgreichen Bemühungen um die Belange der Arbeitsmedizin“.

Ulrich Bolm-Audorff wurde 1956 in Hildesheim geboren. Nach dem Abitur 1974 studierte er von 1974 bis 1981 in Aachen und Marburg Humanmedizin und promovierte 1981 zum Doktor der Medizin mit summa cum laude mit einer epidemiologischen Fall-Kontroll-Studie zu den beruflichen Risikofaktoren der koronaren Herzkrankheit. 1996 wurde er in Gießen habilitiert und zum Privatdozenten ernannt, 2005 erfolgte die Ernennung zum Professor der Medizin. Nach einer internistischen Weiterbildung in der medizinischen Poliklinik der Universität Marburg wechselte er 1983 an das Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin der Universität Gießen, wo er sich zum Facharzt für Arbeitsmedizin weiterbildete.

Ab 1986 war er im gewerbeärztlichen Dienst tätig, zunächst in Hessen und danach von 1990 bis 1992 als Leiter der Abteilung Staatlicher Gewerbearzt im Amt für Arbeitsschutz der Freien und Hansestadt Hamburg. Seit 1992 ist Herr Prof. Bolm-Audorff als Landesgewerbearzt für alle Fragen des medizinischen Arbeitsschutzes in Hessen zuständig. Seit 1991 ist er Mitglied des Ärztlichen Sachverständigenbeirat Berufskrankheiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Hintergrund

  • Die digitale wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin vom 17. bis 20. März 2021 beschäftigt sich unter anderem mit dem Potential der Arbeitsmedizin in der Pandemie.
     
  • Franz Koelsch (1876-1970) war 41 Jahre lang Gewerbearzt. Nach seinem Dienst im bayerischen Königreich war er auch in der sozialistischen bayerischen Räterepublik unter Kurt Eisner und dessen Staatsminister für soziale Fürsorge, Hans Unterleitner, als Gewerbearzt tätig. Er gilt als Pionier der Arbeitsmedizin in Deutschland. Anlässlich seines 90. Geburtstags stiftete die damalige Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin 1967 die Franz-Koelsch-Medaille.
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Pressesprecherin: Nina Lipp
Pressestelle Regierungspräsidium Darmstadt
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