Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt Lichtwiesenbahn - Planfeststellungsverfahren abgeschlossen

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Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat den von der HEAG mobilo GmbH beantragten Neubau der Straßenbahnanbindung Campus Lichtwiese, Linie 2, in Darmstadt genehmigt. Der entsprechende Planfeststellungsbeschluss wurde jetzt von Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid unterschrieben und dem Vorhabensträger übergeben.

Geplant und nun auch planfestgestellt ist die Verlängerung der Straßenbahnlinie 2 von der Nieder-Ramstädter Straße auf den Campus der Universität. Die geplante Trasse zweigt zweigleisig an der bestehenden Haltestelle „Hochschulstadion“ durch den Einbau von Weichenverbindungen in der Nieder-Ramstädter Straße Richtung Osten in den Bereich der Universität ab. Die Strecke verläuft parallel zum Lichtwiesenweg, vorbei am Fakultätsgebäude Architektur, verschwenkt dort Richtung Bauingenieurgebäude/ Mensa Wirtschaftshof und endet in einer Wendeschleife an der TU-Lichtwiese/Mensa. Im Zuge der Maßnahme werden die Haltestellen "Kletterhalle" und "Medienzentrum" neu erstellt und die Haltestelle Hochschulstadion angepasst. Die Haltestellen werden barrierefrei ausgebaut.

Mit dem Vorhaben wird im Wesentlichen das Ziel verfolgt, das ÖPNV Angebot dauerhaft zu stärken und die Anbindung des Campusgeländes nachhaltig zu verbessern. Zusätzliche Bedeutung bekommt die Neubaustrecke auch durch die Anbindung der Freizeiteinrichtungen im Bereich der Kletterhalle und des Hochschulstadions sowie zukünftig im Rahmen des Besuchertransportes bei Fußballspielen im Stadion am Böllenfalltor. Darüber hinaus wird die hohe Anzahl der zum Campus Lichtwiese verkehrenden Busse erheblich reduziert werden, was zur Entlastung der hoch belasteten Bustrassen sowie der zentralen Haltestellen Luisenplatz und Willy-Brand-Platz führen wird und dadurch die Verkehrssicherheit nachhaltig verbessern wird. Zugleich wird mit dem Einsatz der Straßenbahnfahrzeuge ein im Vergleich zum Bus noch stadtverträglicheres Verkehrsmittel eingesetzt, das keine lokalen Schadstoffemissionen verursacht und auch im Hinblick auf die Lärmentwicklung günstiger zu beurteilen ist. Weitere maßgebliche Kriterien sind die Verkürzung der Transportzeiten, die Anhebung des Beförderungskomforts und die Erhöhung der Leistungskapazität, gegenüber den bestehenden Buslinien.

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens hat das Regierungspräsidium diverse Alternativen betrachtet und private und sonstige zu berücksichtigende öffentliche Belange mit den für das Vorhaben sprechenden Belangen geprüft und abgewogen. Im Ergebnis dieser Prüfung ist die Planfeststellungsbehörde zu dem Ergebnis gelangt, dass sich im Vergleich zur planfestgestellten Variante keine andere – auch keine von den Einwendern im Zuge des Anhörungsverfahrens vorgeschlagene – Variante aufdrängt, die vorzugswürdig wäre. Da dem Vorhaben auch keine gesetzlichen Versagungsgründe entgegenstehen, konnte es durch den Planfeststellungsbeschluss zugelassen werden.

Das Regierungspräsidium Darmstadt macht darauf aufmerksam, dass vom 3. bis 17. Mai 2018 eine Ausfertigung des Planfeststellungsbeschlusses zusammen mit einer Ausfertigung der festgestellten Planunterlagen bei der Stadt Darmstadt zur allgemeinen Einsichtnahme ausgelegt wird. Von der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird noch rechtzeitig durch ortsübliche Bekanntmachung auf den Zeitpunkt und den Ort der Offenlage hingewiesen.

Zur allgemeinen Information werden der Planfeststellungsbeschluss und die festgestellten Planunterlagen vom Regierungspräsidium Darmstadt in das Internet eingestellt und können ab dem 3. Mai 2018 unter rp-darmstadt.hessen.de auf der Startseite unter der Rubrik Presse/Öffentliche Bekanntmachungen/Verkehr/Straßen- und U-Bahnen eingesehen werden.

Pressekontakt
Pressesprecher: Dieter Ohl
Pressestelle Regierungspräsidium Darmstadt
Telefon: 06151 12 6209
E-Mail: pressestelle@rpda.hessen.de

Luisenplatz 2
64283 Darmstadt

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