RP genehmigt sechs Windkraftanlagen im Main-Kinzig-Kreis

In Flörsbachtal-Lohrhaupten und Jossgrund-Pfaffenhausen können sechs Windkraftanlagen errichtet werden. Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat heute eine entsprechende immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt. Da die Genehmigungsvoraussetzungen vorlagen und keine schädlichen Umweltauswirkungen und sonstige Gefahren zu befürchten sind, war dem Antrag zu entsprechen.

Mit der Errichtung und dem Betrieb der Anlagen sind Eingriffe in Natur und Landschaft verbunden. Diese konnten jedoch zugelassen werden, weil sie auf ein Mindestmaß beschränkt wurden und vollständig durch Ersatz oder Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden. Um sicherzustellen, dass nicht gegen artenschutzrechtliche Verbotstatbestände verstoßen wird, sind temporäre Abschaltungen für Fledermäuse und Rotmilane erforderlich.

Die Vorhabensträgerin, die juwi Energieprojekte GmbH aus Wörrstadt, hatte Anfang 2014 beim RP Darmstadt einen Antrag auf Erteilung von immissionsschutz­rechtlichen Genehmigungen zur Errichtung und zum Betrieb der Windkraftanlagen mit einer Höhe von knapp 200 Metern und einer Leistung von jeweils 2,5 Megawatt gestellt. Für das Vorhaben wurde zudem eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Die Anträge mit den zugehörigen Unterlagen für das Projekt hatten Anfang 2016 in den beiden Standortgemeinden und zehn umliegenden Kommunen sowie beim RP ausgelegen.

Rund 500 Personen, Gemeinden sowie Institutionen hatten gegen das Vorhaben Einwände erhoben. Diese betrafen vor allem den Natur- und Artenschutz, insbesondere mögliche Konflikte zwischen den Windkraftanlagen und Mopsfledermäusen und Rotmilanen. Weiterhin wurden Einwendungen hinsichtlich der Beeinträchtigung des Landschaftsbilds, planerischer Belange, des Wasser- und Bodenschutzes, des Brandschutzes und sonstiger Gefahren sowie Schall-/Schattenimmissionen etc. vorgetragen. Außerdem wurden bei Prüfung des Antrages zahlreiche Stellungnahmen von Fachbehörden eingeholt. Auch stimmten die Gemeinden Jossgrund und Flörsbachtal dem Vorhaben zu.

Der Entscheidung ging eine Prüfung der Antragsunterlagen und Gutachten entsprechend den Vorgaben des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und anderer Rechtsvorschriften voraus. Grundlage der Genehmigungsentscheidung waren u.a. Schall- und Schattenwurfprognose, ein Turbulenzgutachten und diverse Gutachten zum Natur- und Artenschutz. Bedenken und Anregungen der Einwender sowie Eingaben der Bürgerinitiativen, Verbände und deren Sachverständigen nach der Öffentlichkeitsbeteiligung wurden in die Prüfung ebenfalls einbezogen.

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