RP informiert Winzer über nicht chemischen Pflanzenschutz

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Ein Gerätebauer stellt den Winzern beim Hoftag im Weingut Laquai seinen mechanischen Entlauber vor

Bei zwei Hoftagen hat das Weinbaudezernat des Regierungspräsidiums Darmstadt (RP) gemeinsam mit Rheingauer Weinbaubetrieben Fachbesucher und die interessierte Öffentlichkeit über integrierten Pflanzenschutz informiert. Dabei ging es vor allem um das Freistellen der Trauben - einer wichtigen Maßnahme zur Gesunderhaltung der Trauben. In zwei Weingütern wurden Geräte zur maschinellen Entblätterung vorgestellt.

„Aufgrund der besseren Belüftung der Trauben können Infektionen durch Krankheiten und Schädlinge reduziert werden“, sagte RP-Projektbetreuer Fabian Mengel. So sei aufgrund der Ergebnisse aus den Vorjahren bekannt, dass die Kirsch-Essigfliege Orte mit hoher Sonneneinstrahlung und damit trockenem Mikroklima meide. Somit könne diesem Schädling durch die maschinelle Entblätterung der Traubenzone als vorbeugende Maßnahme des nicht chemischen Pflanzenschutzes begegnet werden.
Integrierter Pflanzenschutz bedeutet, dass auf vorbeugende und nicht chemische Maßnahmen gesetzt wird, sofern dies möglich ist. Die maschinelle Entblätterung der Traubenzone hat sich im Weinbau als nicht-chemische Maßnahme etabliert, um Schädlingen vorzubeugen. Darüber hinaus gibt es weitere mechanische Verfahren.

Im Weingut Prinz von Hessen und dem Weingut Paul Laquai – sogenannten Demonstrationsbetrieben –, wurde über aktuelle Themen des Pflanzenschutzes gesprochen. Auf Demonstrationsflächen in den Weinbergen stellten verschiedene Maschinenhersteller den Winzern den aktuellen Stand der Technik anhand von zahlreichen Geräten zur Entblätterung (mit Zupfwalzen, Stabwalzen, Bürsten etc.) vor.

Das Projekt „Demonstrationsbetriebe Integrierter Pflanzenschutz“ wird seit 2014 durch das RP Darmstadt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Winzerbetrieben landesweit durchgeführt. Die Bundesweite Koordination des Projektes erfolgt durch das Julius-Kühn-Institut (Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen), die Förderung wird über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ermöglicht.

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