RP leistet schnelle und unbürokratische Hilfe: Dank des Kampfmittelräumdienstes der Behörde konnte der in Offenbach gestrandete Circus Barus sein Winterquartier beziehen

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 Kampfmittelräumdienst
Pünktlich zum ersten Schnee konnte der Circus Barus sein Winterquartier beziehen

Als Frank Weber, stellvertretender Amtsleiter des Ordnungsamtes der Stadt Offenbach, am vergangenen Freitag erfuhr, dass das Gelände im Offenbacher Stadtteil Buchhügel unter Verdacht steht, dass dort Kriegslasten unter der Erde schlummern, wurde er nervös. Denn das bislang als provisorischer Parkplatz genutzte Gelände war nach einer mühevollen Suche als neuer Standort für den Circus Barus auserkoren worden. Dieser hatte zu Beginn der Pandemie in der Stadt am Main gastiert und sitzt seit März dort fest. Genauer: auf einem Gelände bei Bürgel.

Bisher war das kein Problem, die Stadt hatte das Gelände an der Mainstraße dem unverschuldet in diese Notlage geratene Familienunternehmen zur Verfügung gestellt. Als dann jedoch die Weihnachtsvorstellungen in Hanau abgesagt wurden, war klar: Der Zirkus muss in Offenbach überwintern, dafür muss ein neues Gelände gefunden werden. Denn auf dem Platz bei Bürgel wurde Anfang der Woche mit nicht aufschiebbaren Kanal-Bauarbeiten begonnen.

„Alles schien in trockenen Tüchern“, so Weber – bis ihn Ende vergangener Woche die Nachricht der möglichen Kriegslasten erreichte. Weber nahm Kontakt zum Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums auf, schilderte die Notsituation und bat um schnelle Hilfe. Die bekam er: Noch am gleichen Tag fand eine erste vor-Ort Begehung durch Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes statt.

Das Problem: Die Zelte des Zirkus müssen wegen ihrer Größe mit rund 80 Zentimeter langen Stahlnägeln im Boden verankert werden. Also prüfte ein Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes vor jedem Nagelschlag den Untergrund – und so konnten die Zelte schließlich ohne Gefahrenlage aufgebaut und der Umzug des Zirkus in die Wege geleitet werden. Seit Montag ist der Zirkus nun auf dem Gelände am Buchügel – ganz zur Freude der neuen Nachbarn: Kindern aus den angrenzenden Wohngebieten, der Grundschule und Kita. „Ohne die super schnelle Unterstützung wäre das Winterlager für den Zirkus geplatzt. Die Zusammenarbeit mit hat sensationell geklappt“, lobte Frank Weber den verantwortlichen Dezernatsleiter für Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Thomas Rech und sein Team. Und auch Offenbachs Bürgermeister Peter Freier ließ sich nicht nehmen, seinen Dank auszudrücken und sagte: „Herzlichen Dank an alle Beteiligten für die hervorragende, schnelle und unbürokratische Zusammenarbeit.“

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