RP setzt Anhörung für Regionaltangente West fort – Pläne für Abschnitt Süd 1 werden veröffentlicht

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Karte
Karte der RTW - Abschnitt Süd in blau.

Die Regionaltangente West (RTW) soll eine neue Schienentangente im Rhein-Main-Gebiet schaffen. Um den öffentlichen Personen-Nahverkehr zu verbessern, sollen die westlichen Stadtteile von Frankfurt sowie der umliegenden Kommunen verbunden und besser an den Frankfurter Flughafen angebunden werden. Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt beginnt jetzt mit der Anhörung für den Planfeststellungsabschnitt Süd 1 (PfA Süd 1), der auf rund 16 Kilometern vom Abzweig Kelsterbach über den Frankfurter Flughafen und den Bahnhof Neu-Isenburg zum Bahnhof Dreieich-Buchschlag verläuft.

Der Abschnitt Süd1 umfasst im Wesentlichen folgendes:

  • Neubau von Gleisanlagen für die RTW im Streckenabschnitt zwischen Bf Frankfurt-Stadion und Bf Neu-Isenburg sowie im Bf Dreieich-Buchschlag
  • Erstellung zusätzlicher Bahnsteiganlagen im Bf Frankfurt-Stadion, Bf Neu-Isenburg und Bf Dreieich-Buchschlag für die RTW
  • Erstellung eines neuen Haltepunkts an der Mörfelder Landstraße
  • Erstellung der für die neue RTW-Strecke erforderlichen Bauwerke im Bf Frankfurt-Stadion, im Hp Mörfelder Landstraße und im Bf Neu-Isenburg
  • Erstellung der für die neue RTW-Strecke erforderlichen Bauwerke zwischen Bf Frankfurt-Stadion und Bf Neu-Isenburg entlang der Strecke
  • Erstellung des Versickerungsbeckens Adolf-Miersch-Straße im Bereich des Bf Niederrad einschl. der erforderlichen Entwässerungsanlagen zwischen Bf Stadion und Bf Niederrad
  • Erstellung der Oberleitungsanlagen sowie der Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik für die neue Strecke der RTW
  • Erstellung der sonstigen baulichen wie technischen Anlagen für die neue Strecke und die Bahnsteiganlagen der RTW
  • Schallschutz
  • Landschaftspflegerische Kompensationsmaßnahmen
  • Folgemaßnahmen an Gleisanlagen und Leitungen, insbesondere im Bf Frankfurt-Stadion
  • Folgemaßnahmen an bestehenden Oberleitungsanlagen der betroffenen DB-Strecke
  • Folgemaßnahmen an Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik der betroffenen DB-Strecken
  • Folgemaßnahmen an sonstigen technischen wie baulichen Anlagen der betroffenen DB-Strecken und Anlagen Dritter einschl. der Anpassung des Wegenetzes
  • Bauzeitliche Nutzung von Flächen für die Baustelleneinrichtung, die Lagerung und als Transportwege


Für den Abschnitt Süd 1 – einschließlich der dafür notwendigen Folgemaßnahmen und landschaftspflegerischen Kompensationsmaßnahmen – werden Grundstücke in den Gemarkungen Bockenheim, Niederrad, Schwanheim sowie Wald in Frankfurt, Neu-Isenburg, Dreieich-Buchschlag, Flörsheim, Rodgau-Weiskirchen, Riedstadt-Erfelden und Modautal-Herchenrode beansprucht.

Die Planunterlagen werden in den genannten Kommunen vom 19. August bis 18. September ausgelegt. Zudem sind sie dann über die Website des Regierungspräsidiums (rp-darmstadt.hessen.de; Presse/Öffentliche-Bekanntmachungen/Verkehr/Eisenbahnen) und das UVP-Portal des Landes Hessen (https://www.uvp-verbund.de ; Suchwort „RTW“) einsehbar.

Personen, deren Belange durch den Plan berührt werden, können bis zum 18. Oktober 2019 beim RP (Anschrift: Regierungspräsidium Darmstadt, 64278 Darmstadt) oder bei den Städten Frankfurt, Neu-Isenburg, Dreieich, Flörsheim, Rodgau, Riedstadt oder bei der Gemeinde Modautal Einwände schriftlich oder zur Niederschrift erheben.


Hintergrund: Planung der RTW und Rolle des RP

Das Infrastruktur-Vorhaben wurde aufgrund seines großen Umfangs in vier Abschnitte unterteilt - für jeden ist ein eigenes Planfeststellungsverfahren vorgesehen. Die Regionaltangente West Planungsgesellschaft mbH (RTW GmbH) hat nun beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens für den Anschnitt Süd 1 (PfA Süd 1) beantragt. Das RP fungiert dabei gleichzeitig als Anhörungsbehörde – das heißt, es bindet in dem Verfahren die Öffentlichkeit und weitere betroffene Behörden ein.

Für die RTW sollen weitgehend vorhandene Strecken der Deutschen Bahn mitgenutzt werden. Darüber hinaus werden jedoch auch neue Gleise für den Betrieb der RTW benötigt, die mit den Bestandsstrecken verknüpft werden sollen. Da die RTW in dem gesamten Abschnitt Süd1 als Eisenbahn betrieben wird, erfolgt die Planfeststellung nach den Bestimmungen des Allgemeinen Eisenbahngesetzes. Für den Planfeststellungsabschnitt Nord läuft das Anhörungsverfahren bereits seit Anfang 2018.

Die RTW soll zum einen von Bad Homburg (Linie 1) und zum anderen von Frankfurt/Praunheim (Linie 2) jeweils über Eschborn, Frankfurt/Höchst, den Flughafen-Regionalbahnhof, Frankfurt-Stadion und Neu-Isenburg-Bahnhof verlaufen. Von dort soll es weiter gehen zum einen bis ins Wohngebiet Birkengewann der Stadt Neu-Isenburg und zum anderen zum Bahnhof Dreieich-Buchschlag. Vorgesehen ist darüber hinaus, die Züge der Linie 2 im Haltepunkt Dunantsiedlung zu trennen, und mit einem Teil nach Praunheim, mit einem anderen Teil nach Bad Soden zu führen.

Weitere Infos zum Projekt gibt es hier: www.rtw-hessen.de

Pressekontakt
Pressesprecher: Dieter Ohl
Pressestelle Regierungspräsidium Darmstadt
Telefon: 06151 12 6209
E-Mail: pressestelle@rpda.hessen.de

Luisenplatz 2
64283 Darmstadt

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