Vortrag über invasive Arten im RP (Standort Hilpertstraße)

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v.l.: Dezernatsleiterin Anne Hofmeister, Abteilungsleiterin Jutta Flocke, RPin Brigitte Lindscheid und Dr. Andreas Opitz.

Der Biologe Dr. Andreas Opitz vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat am Mittwoch im Regierungspräsidium (RP) über invasive gebietsfremde Arten in Hessen referiert. Hintergrund ist eine noch bis Ende Oktober laufende Ausstellung des HLNUG zu dem Thema am Standort des RP in der Hilpertstraße 31. Damit wollen beide Behörden die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren.

In Anwesenheit von Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid und Abteilungsleiterin Jutta Flocke zeigte Opitz, welche invasiven gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten bereits in Hessen anzutreffen sind, warum dies für die Artenvielfalt und die heimischen Arten problematisch ist und wie das Land Hessen versucht, das Problem zu bewältigen.

Gebietsfremde Arten gibt es laut Dr. Opitz hunderte, von diesen sei jedoch nur ein Bruchteil invasiv – d.h. sie treten massenhaft auf, können Krankheiten auf einheimische Arten übertragen und stellen für deren Bestand eine Gefahr dar – Stichwort Artensterben.

Invasive Arten breiten sich meist durch den Menschen aus – etwa, wenn Goldfische aus Aquarien in Gewässern ausgesetzt werden. Auch rund um Tiergärten und Zoos gäbe es vermehrt gebietsfremde Arten. Nicht zuletzt werden fremde Arten auf dem Luftweg eingeschleppt.

Zwar gäbe es über die langfristigen Folgen des Vorkommens invasiver gebietsfremder Arten noch kaum Erkenntnisse, allerdings sei die Beobachtung des Phänomens wichtig. Die Bevölkerung kann die Landesbehörden bei ihrer Arbeit unterstützen, indem sie Arten, die auf der sog. Unionsliste (der EU) der invasiven gebietsfremden Arten genannt sind, melden. Dafür gibt es seit einigen Monaten ein eigenes Portal (www.hlnug.de/invasive-arten).

Die Regierungspräsidien sind als Obere Naturschutzbehörden in Hessen dafür zuständig, den gesammelten Hinweisen des HLNUG nachzugehen und diesen, wenn nötig, mit entsprechenden Maßnahmen zu begegnen. So kann es aus anderen Schutzgründen notwendig werden, den invasiven gebietsfremden Waschbären aus Schutzgebieten zu entfernen, damit dieser dort nicht den Bestand heimischer, geschützter Arten (bspw. durch das Fressen von Eiern) gefährdet.

Die RP-Dezernate in der Hilpertstraße 31 sind unter anderem für Artenschutz, Schutzgebiete und biologische Vielfalt zuständig.

Zur Ausstellung im RP
Die Ausstellung umfasst neben Info-Tafeln ein Puzzle, ein digitales Quiz und eine Animation zum Thema. Außerdem liegen vor Ort weiterführende Broschüren und Faltblätter aus. Die Wanderausstellung des HLNUG in der Hilpertstraße 31 in Darmstadt geht noch bis zum 29. Oktober.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 8 bis 16.30 Uhr / Freitag: 8 bis 15 Uhr

Pressekontakt
Pressesprecher: Guido Martin
Pressestelle Regierungspräsidium Darmstadt
Telefon: 06151 12 5412
E-Mail: pressestelle@rpda.hessen.de

Luisenplatz 2
64283 Darmstadt

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