Güterhändler

Nach § 2 Abs. 1 Nr. 13 des Geldwäschegesetzes (GwG) zählen Personen, die gewerblich mit Gütern handeln, zu den „Verpflichteten“ des Gesetzes. Als Verpflichteter haben Sie die Vorschriften des GwG zu beachten und sich so davor zu schützen, von Kriminellen zur Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung missbraucht zu werden.

Geldwäscher und Terroristen wollen anonym bleiben. Aus diesem Grund sind die Identifizierung des Vertragspartners und eines möglicher Weise dahinter stehenden wirtschaftlich Berechtigten von zentraler Bedeutung. Falls einer der folgenden Sachverhalte zutrifft, müssen Sie diese Personen identifizieren:

  • Ab 15.000 € Bargeldannahme, auch wenn die Zahlung in mehreren Teilbeträgen erfolgt, ohne dass dies einen nachvollziehbaren Grund hat.
  • Wenn Sie den Verdacht haben oder wissen, dass durch den Geschäftsabschluss Geld aus einer Straftat „gewaschen“ werden soll. Dies gilt unabhängig von der Höhe des Betrages und auch bei unbaren Geschäften. Die Abgabe einer Geldwäscheverdachtsmeldung ist in derartigen Fällen obligatorisch.
  • Bei Zweifeln an den Angaben des Vertragspartners über seine Identität oder die Identität des wirtschaftlich Berechtigten.

Über die Identifizierung und die Geschäftsvorfälle müssen Sie Aufzeichnungen fertigen und diese aufbewahren.
Details hierzu und zur Identifizierungspflicht entnehmen Sie bitte den eingestellten weiterführenden Unterlagen!

Außerdem müssen Sie Ihrem Risiko entsprechende Sicherungssysteme und Kontrollen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung einführen und stets aktualisieren. Verdachtsfälle müssen Sie melden. Sie müssen gewährleisten, dass Ihre Mitarbeiter Kenntnis von den Vorschriften des GwG und von aktuellen Typologien und Methoden der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung haben und die geldwäscherechtlichen Pflichten sowie Ihre internen Anweisungen zum Schutz Ihres Unternehmens/Gewerbebetriebes einhalten.

Da Sie verpflichtet sind, der Aufsichtsbehörde auf Verlangen unentgeltlich Auskünfte über alle Geschäftsangelegenheiten zu erteilen und Unterlagen vorzulegen, die für die Einhaltung der im GwG festgelegten Anforderungen von Bedeutung sind, empfiehlt es sich, auch Ihre internen Sicherungsmaßnahmen zu dokumentieren.

Güterhändler, deren Haupttätigkeit im Handel mit hochwertigen Gütern besteht, müssen ggf. einen Geldwäschebeauftragten bestellen und dem Regierungspräsidium melden Die Voraussetzungen hierfür entnehmen Sie bitte der Allgemeinverfügung vom 13. Mai 2013 und dem Merkblatt.

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