Berufskrankheiten

berufskrankheiten_loraks_shutterstock_103377911-S.jpg

Mann mit Schutzanzug und Atemmaske beim Autolackieren

Berufskrankheiten sind Erkrankungen, die ursächlich durch berufliche Einwirkungen entstehen und die in der Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung aufgeführt sind. Dort sind zurzeit 80 Erkrankungen aufgelistet. Nähere Informationen zu den einzelnen Berufskrankheiten finden sich in den Berufskrankheiten-Merkblättern sowie den wissenschaftlichen Begründungen und Stellungnahmen der Bundesregierung (siehe Link Merkblätter zu Berufskrankheiten).

Die behandelnden Ärzte und Unternehmer sind gesetzlich verpflichtet, bei begründetem Verdacht auf eine Berufskrankheit, eine Berufskrankheiten-Anzeige an den zuständigen Unfallversicherungsträger oder die für den medizinischen Arbeitsschutz zuständige Landesstelle (Gewerbearzt) zu stellen.

Die Entscheidung über die Anerkennung oder Ablehnung der angezeigten Berufskrankheiten fällt der Rentenausschuss des zuständigen Unfallversicherungsträgers, der paritätisch mit gleich vielen Vertretern der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber besetzt ist, nach Beteiligung des Gewerbearztes des jeweiligen Bundeslandes.

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 82.622 Berufskrankheiten gemeldet und 21.794 Berufskrankheiten anerkannt (26,4 %), darunter 4.921 mit Rentenzahlung (6,0 %). Die häufigste anerkannte Berufskrankheit war die Lärmschwerhörigkeit mit 6.942 Anerkennungen, gefolgt von Plattenepithelkarzinom der Haut durch natürliche UV Strahlung mit 5.720 Anerkennungen, der Asbestose mit 1.721 Anerkennungen, Infektionserkrankungen mit 1.093 Aberkennungen sowie dem durch Asbest verursachten Mesotheliom mit 890 Anerkennungen.

2.457 Berufskrankheiten führten zum Tode, darunter 776 Tote durch Asbest verursachtes Mesotheliom, 594 Tote durch Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs durch Asbest sowie 297 Tote durch Silikose.

Hessen-Suche

SERVICE