Berufskrankheiten

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Mann mit Schutzanzug und Atemmaske beim Autolackieren

Berufskrankheiten sind Erkrankungen, die ursächlich durch berufliche Einwirkungen entstehen und die in der Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung aufgeführt sind. Dort sind zurzeit 80 Erkrankungen aufgelistet. Nähere Informationen zu den einzelnen Berufskrankheiten finden sich in den Berufskrankheiten-Merkblättern der Bundesregierung.

Die behandelnden Ärzte und Unternehmer sind gesetzlich verpflichtet, bei begründetem Verdacht auf eine Berufskrankheit, eine Berufskrankheiten-Anzeige an den zuständigen Unfallversicherungsträger oder die für den medizinischen Arbeitsschutz zuständige Landesstelle (Gewerbearzt) zu stellen.

Die Entscheidung über die Anerkennung oder Ablehnung der angezeigten Berufskrankheiten fällt der Rentenausschuss des zuständigen Unfallversicherungsträgers, der paritätisch mit gleich vielen Vertretern der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber besetzt ist, nach Beteiligung des Gewerbearztes des jeweiligen Bundeslandes.

Im Jahr 2016 wurden insgesamt 80.163 Berufskrankheiten gemeldet und 22.320 Berufskrankheiten anerkannt (27,8 %), darunter 5.458 mit Rentenzahlung (6,8 %). Die häufigste anerkannte Berufskrankheit war die Lärmschwerhörigkeit mit 7.032 Anerkennungen, gefolgt von Plattenepithelkarzinom der Haut durch natürliche UV Strahlung mit 5.063 Anerkennungen, der Asbestose mit 2.189 Anerkennungen, dem durch Asbest verursachten Mesotheliom mit 1.040 Anerkennungen sowie Lungen- oder Kehlkopfkrebs durch Asbest mit 915 Anerkennungen.

2.576 Berufskrankheiten führten zum Tode, darunter 872 Tote durch Asbest verursachtes Mesotheliom, 622 Tote durch Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs durch Asbest sowie 287 Tote durch Silikose.

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