Berufskrankheiten

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Mann mit Schutzanzug und Atemmaske beim Autolackieren

Berufskrankheiten sind Erkrankungen, die ursächlich durch berufliche Einwirkungen entstehen und die in der Anlage zur Berufskrankheitenverordnung aufgeführt sind. Dort sind zurzeit achzig Erkrankungen aufgelistet. Nähere Informationen zu den einzelnen Berufskrankheiten finden sich in den Berufskrankheitenmerkblättern sowie den wissenschaftlichen Begründungen und Stellungnahmen der Bundesregierung (siehe Link Merkblätter zu Berufskrankheiten).

Die behandelnden Ärzte und Unternehmer sind gesetzlich verpflichtet, bei begründetem Verdacht auf eine Berufskrankheit, eine Berufskrankheitenanzeige an den zuständigen Unfallversicherungsträger oder die für den medizinischen Arbeitsschutz zuständige Landesstelle (Gewerbearzt) zu stellen.

Die Entscheidung über die Anerkennung oder Ablehnung der angezeigten Berufskrankheiten fällt der Rentenausschuss des zuständigen Unfallversicherungsträgers, der paritätisch mit gleich vielen Vertretern der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber besetzt ist, nach Beteiligung des Gewerbearztes des jeweiligen Bundeslandes.

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 82.622 Berufskrankheiten gemeldet und 21.794 Berufskrankheiten anerkannt (26,4 Prozent), darunter 4921 mit Rentenzahlung (sechs Prozent). Die häufigste anerkannte Berufskrankheit war die Lärmschwerhörigkeit mit 6942 Anerkennungen, gefolgt von Plattenepithelkarzinom der Haut durch natürliche Ultraviolettstrahlung mit 5720 Anerkennungen, der Asbestose mit 1721 Anerkennungen, Infektionserkrankungen mit 1093 Aberkennungen sowie dem durch Asbest verursachten Mesotheliom mit 890 Anerkennungen.

2457 Berufskrankheiten führten zum Tode, darunter 776 Tote durch Asbest verursachtes Mesotheliom, 594 Tote durch Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs durch Asbest sowie 297 Tote durch Silikose.

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