Mutterschutz

Mutterschutz und Elternzeit gehören zu den etablierten familien- und gesundheitspolitischen Errungenschaften und tragen wesentlich zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei.

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Schwangere Frau sitzt am Computer

Durch das Mutterschutzgesetz sollen schwangere und stillende Frauen vor Gefahren, Überforderung und Gesundheitsschädigungen am Arbeitsplatz geschützt werden. Zu diesem Zweck muss der Arbeitgeber unter anderem die Gefährdungen der werdenden Mutter durch ihre Tätigkeit beurteilen und entsprechende Schutzmaßnahmen festlegen. Diese können von der Befreiung von einzelnen Tätigkeiten bis hin zu einem vollständigen Beschäftigungsverbot reichen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat wichtige branchenspezifische Schutzbestimmungen in Merkblättern zusammengefasst.

Darüber hinaus dienen die Bestimmungen dem Schutz vor finanziellen Einbußen und vor dem Verlust des Arbeitsplatzes im Zusammenhang mit der Schwangerschaft.

Jeder Arbeitgeber und jede Arbeitgeberin ist verpflichtet, die Beschäftigung einer schwangeren oder stillenden Frau dem für den Beschäftigungsort zuständigen Regierungspräsidium unverzüglich nach Bekanntgabe durch die Frau zu benachrichtigen.
Damit Sie ihrer Anzeigeverpflichtung nachkommen können, steht Ihnen ein 
Online-Anzeigeverfahren (ekom21) zur Verfügung.
Das Anzeigeverfahren kann ohne Registrierung genutzt werden.
Gleichzeitig können Sie mit der Anzeige auch Information über die Beschäftigung einer schwangeren oder stillenden Frau an Sonn- und Feiertagen sowie der Teilnahme an notwendigen Ausbildungsveranstaltungen bis 22 Uhr mitteilen.
Für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die regelmäßig schwangere oder stillenden Frauen melden, besteht die Möglichkeit einer vorherigen
Online- Registrierung (ekom21). Die Registrierung erspart Ihnen die wiederholte Eingabe von Grunddaten.
Falls Sie das Online Verfahren nicht nutzen wollen steht unter Download ein Anzeigeformular zur Verfügung.

Nach dem Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit haben Mütter und Väter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, ein Recht auf drei Jahre Elternzeit. Während der Elternzeit gilt ebenfalls der besondere Kündigungsschutz. Eltern dürfen nicht benachteiligt werden.

Downloads: 

Benachrichtigung über die Beschäftigung einer schwangeren oder stillenden Frau nach § 27 Abs. 1 Mutterschutzgesetz (MuSchG)
Antrag auf Genehmigung der Beschäftigung einer schwangeren oder stillenden Frau zwischen 20 und 22 Uhr
Information für Arbeitgeberinnen, Arbeitgeber, Ärztinnen und Ärzte

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