Schutz der Beschäftigten und Patienten vor Röntgenstrahlung

Im technischen, aber insbesondere im medizinischen Bereich, sind Schutzmaßnahmen beim Betrieb einzuhalten.

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Medizinisches Personal beim Röntgen einer Patientin

Der vielfältige Einsatz von Röntgenstrahlung in Forschung, Technik und Medizin erfordert eine breite Kenntnis der jeweiligen Verfahren. Ziel ist es, durch verfahrensspezifische und organisatorische Maßnahmen den Schutz vor Röntgenstrahlung zu optimieren.
Neben behördlichen Kontrollen im medizinischen Bereich ergänzen Prüfungen von ärztlichen und zahnärztlichen Sachverständigen die Umsetzung der Regelungen.
Eine Röntgeneinrichtung muss mit Beteiligung eines Sachverständigen genehmigt oder angezeigt werden. Die erforderliche Fachkunde im Röntgenstrahlenschutz ist nachzuweisen.
Während des Betriebes ist in Zeitabständen von fünf Jahren bei allen Röntgeneinrichtungen eine Prüfung durch einen Sachverständigen durchzuführen. Im medizinischen Bereich sind darüber hinaus regelmäßige Maßnahmen zur Qualitätssicherung (Konstanzprüfungen) vorzunehmen.

Weiteres entnehmen Sie den folgenden Themen und Downloads:

Betrieb von Röntgeneinrichtungen
Der Betrieb einer medizinischen, tiermedizinischen oder technischen Röntgeneinrichtung muss bei der zuständigen Arbeitsschutzverwaltung vom Strahlenschutzverantwortlichen angezeigt oder genehmigt werden. Dabei muss die erforderliche Fachkunde nachgewiesen werden und gegebenenfalls mindestens ein Strahlenschutzbeauftragter bestellt werden. Die Beendigung des Betriebes muss ebenfalls angezeigt werden.
Die Anzeigen können unter Verwendung der entsprechenden Formulare im Downloadbereich bei den zuständigen Arbeitsschutzverwaltungen Hessens erfolgen.

Technische Kontrolle durch Sachverständige
Vor Inbetriebnahme, nach wesentlichen Änderungen und in Zeitabständen von fünf Jahren ist eine Prüfung der Röntgeneinrichtung durch behördlich bestimmte Sachverständige durchzuführen.

Prüfungen durch die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen
Zur Qualitätssicherung der Anwendung von Röntgenstrahlen am Menschen erfolgen Prüfungen durch die behördlichen ärztlichen und zahnärztlichen Stellen. Die eigenverantwortliche Nutzung einer medizinischen oder zahnmedizinischen Röntgeneinrichtung muss daher nach § 129 StrlSchV ebenfalls bei den ärztlichen oder zahnärztlichen Stellen angemeldet werden.

Genehmigung der Teleradiologie
Wer eine Röntgeneinrichtung teleradiologisch betreiben möchte, benötigt hierzu eine Genehmigung nach § 14Abs. StrlSchV. Die Genehmigung für alle in Hessen teleradiologisch betriebenen Röntgeneinrichtungen erteilt das
Fachzentrum für Produktsicherheit und Gefahrstoffe, Dez. 56 im Regierungspräsidium Kassel.

Bescheinigung der Fachkunde im technischen Bereich
Personen, die eine Fachkunde im Strahlenschutz nach § 47 StrlSchV gemäß Fachkunde-Richtlinie Technik oder für Medizinphysik-Experten erwerben möchten, können diese unter Vorlage der entsprechenden Nachweise beim Fachzentrum für Produktsicherheit und Gefahrstoffe, Dez. 56 im Regierungspräsidium Kassel beantragen (Fachkundebescheinigung).

Anerkennung von Kursen im Strahlenschutz
Kursveranstalter und Institutionen, die einen Strahlenschutzkurs zum Erwerb oder der Aktualisierung der Fachkunde oder der Kenntnisse im Strahlenschutz in Hessen anbieten möchten, müssen diesen zuvor als geeigneten Ausbildungs-/Fortbildungskurs beim Fachzentrum für Produktsicherheit und Gefahrstoffe, Dez. 56im Regierungspräsidium Kassel nach § 51 StrlSchV anerkennen lassen.

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