Berufskrankheiten

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Mann mit Schutzanzug und Atemmaske beim Autolackieren

Berufskrankheiten sind Erkrankungen, die ursächlich durch berufliche Einwirkungen entstehen und die in der Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung aufgeführt sind. Dort sind zurzeit 73 Erkrankungen aufgelistet. Nähere Informationen zu den einzelnen Berufskrankheiten finden sich in den Berufskrankheiten-Merkblättern der Bundesregierung.

Die behandelnden Ärzte und Unternehmer sind gesetzlich verpflichtet, bei begründetem Verdacht auf eine Berufskrankheit, eine Berufskrankheiten-Anzeigean den zuständigen Unfallversicherungsträger oder die für den medizinischen Arbeitsschutz zuständige Landesstelle (Gewerbearzt) zu stellen.

Die Entscheidung über die Anerkennung oder Ablehnung der angezeigten Berufskrankheiten fällt der Rentenausschuss des zuständigen Unfallversicherungsträgers, der paritätisch mit gleich vielen Vertretern der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber besetzt ist, nach Beteiligung des Gewerbearztes des jeweiligen Bundeslandes.

Im Jahr 2009 wurden insgesamt 70.100 Berufskrankheiten gemeldet und 16.636 Berufskrankheiten anerkannt (23,7 %), darunter 6.766 mit Rentenzahlung (9,7 %). Die häufigste anerkannte Berufskrankheit war die Lärmschwerhörigkeit (5.579), gefolgt von der Asbestose (1.993), der Silikose (1.309), der chronischen obstruktiven Bronchitis von Bergleuten (1.214) und dem durch Asbest verursachten Mesotheliom (1.037).

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