Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit

Wer vor dem Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit die Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit beantragt und nach entsprechender Genehmigung auch die entsprechende Urkunde ausgehändigt bekommen hat, verliert sein deutsche Staatsangehörigkeit nicht.

Beibehaltungsgenehmigung_1312747_pixabay.com_.png

Grafik: deutscher Daumen hoch

Eine nachträgliche Genehmigung ist nicht möglich.

Generell gilt im Staatsangehörigkeitsrecht der Grundsatz, dass ein öffentliches Interesse daran besteht, Mehrstaatigkeit bei Antragserwerb grundsätzlich zu vermeiden, da dadurch Interssenkonflikte vermieden werden.

Eine Beibehaltungsgenehmigung kann erteilt werden, wenn öffentliche oder private Belange den Erwerb der ausländischen Staatsangehörigkeit und den Fortbestand der deutschen Staatsangehörigkeit rechtfertigen und der Erteilung keine überwiegende Belange entgegenstehen.

Die Gebühr beträgt 255,-€.

Hinweis

Der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeitnach § 25 Abs. 1 Satz 1 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) tritt nicht ein, wenn ein Deutscher die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union, der Schweiz oder eines Staates erwirbt, mit dem die Bundesrepublik Deutschland einen völkerrechtlichen Vertrag nach § 12 Abs. 2 StAG abgeschlossen hat.

Hessen-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen? Geben Sie einen Suchbegriff ein.

SERVICE