Altbergbau

Altbergbau im Bereich einzelner Grundstücke

Viele Menschen träumen von einem eigenen Heim im Grünen. Doch wo heute Baugebiete ausgewiesen werden, könnte vor vielen Jahrzehnten Bergbau betrieben worden sein – manchmal über Tage, manchmal unter Tage. Auch wenn die Spuren des damaligen Bergbaus für das ungeübte Auge heute nicht mehr in der Landschaft zu erkennen sind, haben diese Arbeiten dennoch ihre Spuren im Untergrund hinterlassen. Besonders kritisch ist dies im Bereich des untertägigen Bergbaus. Beim Abbau entstandene Hohlräume wurden damals nicht immer vollständig verfüllt. Bei hohen Belastungen – wie beispielsweise einem Haus – besteht daher heute die Gefahr, dass der Untergrund sich setzt oder alte Strecken, Stollen und Schächte einbrechen. Dabei können erhebliche Schäden an Gebäuden und Grundstücken entstehen.

Die Bergaufsicht wird daher von den Kommunen bereits im Rahmen der Bauleitplanung um Stellungnahme gebeten. Dabei wird unter anderem überprüft, in wieweit Hinweise auf ehemals betriebenen Bergbau vorliegen und die daraus resultierenden Erkenntnisse an die Kommunen weitergegeben. Für weitere Informationen bzgl. der Beteiligung der Bergaufsicht bei Bauleitplanungsverfahren sei auf den aufgeführten Link verwiesen.

Auch Sie als Häuslebauer können sich zusätzlich für ihr Grundstück eine Stellungnahme über die vergangenen bergbaulichen Tätigkeiten bei der Bergaufsicht einholen. Die Auskunft der Bergaufsicht ist für den Privatmann jedoch gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem erforderlichen Aufwand.
Die Informationen, die die Bergaufsicht für die Bearbeitung Ihrer Anfragen benötigt, sind:

  • Nachweise über das Eigentum des jeweiligen Grundstückes (Grundbuchauszug oder Grundstückskaufvertrag)

  • Eine Einverständniserklärung des Eigentümers über die Auskunftserteilung, sollte dieser mit der antragstellende Person nicht identisch sein

  • Gemarkung, Flur- und Flurstücksnummer des jeweiligen Grundstücks

  • Eine Gebührenübernahmeerklärung

  • Satellitenfotos (z. B. über google maps), wodurch die Lokalisierungen des Grundstücks erleichtert wird

Sollten Sie bei der Errichtung Ihres Eigenheims auf Hohlräume treffen, ist das Ordnungsamt als Gefahrenabwehrbehörde darüber zu informieren. Genauere Informationen über den rechtlichen Hintergrund erhalten Sie über den aufgeführten Link zur Gefahrenabwehr.

Bei Fragen stehen Ihnen die bei den Ansprechpartnern genannten Personen gerne zur Verfügung.

Hessen-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen? Geben Sie einen Suchbegriff ein.

SERVICE