Mein Haus, mein Auto, mein Handy

Wofür brauchen wir Bergbau?

Ohne Bergbau ist unser Leben in einer Industriegesellschaft kaum vorstellbar. Natürlich muss eine möglichst vollständige Kreislaufwirtschaft das Ziel sein, aber in weiten Bereichen sind wir noch weit davon entfernt, ohne Rohstoffverbrauch auszukommen.

Im Schnitt verbraucht jeder Deutsche während eines 80jährigen Lebens rund 1.000 Tonnen Rohstoffe. Dazu gehören nicht nur Kupfer und Lithium zum Beispiel für die Produktion des Smartphones oder der Sand im Beton des eigenen Hauses, sondern natürlich auch die Energierohstoffe Erdgas und Kohle zur Stromerzeugung. Bergbau ermöglicht uns auch erst das sichere Fahren auf befestigten Straßen, denn die Herstellung von Asphalt und die Gewinnung von Salz – unter anderem für den Winterdienst – erfolgt unter bergrechtlich zugelassenen Betrieben.

Viele Bodenschätze werden inzwischen im Ausland gewonnen. Teilweise, weil dort die Lagerstätten ergiebiger und besser erreichbar sind, aber auch, weil häufig die Kosten auf Grund geringerer Umweltauflagen, Löhne und weniger Arbeitsschutz niedriger sind.

Es gibt aber durchaus auch bei uns noch Bergbau. Insgesamt werden laut Informationen der TU Clausthal rund 90 Masseprozent der von uns verbrauchten Rohstoff in Deutschland gewonnen. Gerade Massenrohstoffe wie Sand und Kies oder Schotter können weder ökonomisch noch ökologisch vertretbar aus großen Entfernungen geliefert werden. Auch Ton für die keramische Industrie oder den Deponiebau stammt zum Beispiel aus dem Odenwald. Die Grundstoffe für Kali-Dünger werden in Nordhessen gewonnen.

Fazit: Wohin man auch sieht, wir sind von Bergbau umgeben, wenn auch häufig nur indirekt.

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