Regierungsbezirk Darmstadt

Aufbau der hessischen Forstverwaltung:
Die hessische Forstverwaltung ist dreistufig aufgebaut. An oberster Stelle (Oberste Forstbehörde) steht das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Nachgeordnete Stelle ist das Regierungspräsidium Darmstadt als Obere Forstbehörde. Die Unteren Forstbehörden werden aus den staatlichen Forstämtern des Landesbetriebs HessenForst gebildet. Neben hoheitlichen Tätigkeiten nehmen die Forstämter auch fiskalische Aufgaben wahr. Die Zuständigkeiten der jeweiligen Verwaltungsebene ergeben sich aus § 24 Hessischem Waldgesetz (HWaldG).


Forstliche Rahmenbedingungen im Regierungsbezirk Darmstadt:

Waldanteil:
Die Waldfläche im Regierungsbezirk Darmstadt nimmt mit rund 310.000 ha einen Anteil von ca. 41% ein (Hessen ca. 42%, Quelle: Bundeswaldinventur 2012). Der flächige Anteil des Waldes ist von Region zu Region sehr unterschiedlich. Beispielsweise ist die Wetterau aufgrund sehr fruchtbarer Böden stark landwirtschaftlich geprägt, sodass dort der Waldanteil unter dem Durchschnitt liegt. Auch in der Rhein-Main-Ebene ist der relativ geringe Waldanteil von 26% zum einen auf die nährstoffreichen landwirtschaftlich genutzten Böden, zum anderen aber auch auf den extrem hohen Flächenbedarf für den Bau von Siedlungen, Industrieanlagen und Verkehrserschließung im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main zurückzuführen. Gebiete mit hohen Waldanteilen lassen sich im Wesentlichen in den Mittelgebirgslandschaften des Odenwalds, dem Spessart und des Taunus finden.

Waldeigentumsarten:
Der Wald in Hessen kann grundsätzlich in drei Besitzarten untergliedert werden:
Staatswald: Wald, der im Alleineigentum des Bundes, des Landes oder einer Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts steht
Körperschaftswald: Wald der im Alleineigentum der Gemeinden, der Gemeindeverbände (Kommunalwald), der Zweckverbände sowie sonstiger Körperschaften des öffentlichen Rechts steht
Privatwald: Wald, der weder Staats- noch Körperschaftswald ist (im Eigentum von natürlichen oder juristischen Personen bzw. Personengesellschaften).

Aufgabenbereiche der Regierungspräsidien
Das Dezernat V52-Forsten (Obere Forstbehörde) beim Regierungspräsidium Darmstadt nimmt diverse Aufgaben wahr, die sich im Wesentlichen aus dem Hessischen Waldgesetz (HWaldG) und dem Bundeswaldgesetz (BWaldG) ergeben. Für nähere Informationen wird auf die nachfolgenden Rubriken in der Navigationsleiste verwiesen.
Neben den aufgeführten Aufgabenbereichen werden bestimmte Aufgaben für ganz Hessen bei den einzelnen Regierungspräsidien gebündelt:
RP Darmstadt: Forstliche Förderung und Ordnungswidrigkeiten
RP Gießen: institutionelle Förderung der Naturparke
RP Kassel: Führung des Erntezulassungsregister für geprüftes Vermehrungsgut; Hoheitliche Aufgaben nach den Jagdgesetzen und –verordnungen (Obere Jagdbehörde)
 

Themen
Ein Förster geht am Wald entlang
Aufsicht
Die vom RP Darmstadt ausgeübte Forstaufsicht gliedert sich in mehrere Bereiche.
Der Wald wird von oben gedüngt
Förderung in Hessen
Die Förderung forstwirtschaftlicher Maßnahmen erfolgt mit EU-, Bundes- und Landesmitteln. Das Regierungspräsidium Darmstadt ist für die forstliche Förderung in ganz Hessen zuständig.
Bild eines Waldes Feldern davor
Schutzgebiete
Die Forstlichen Schutzgebiete gliedern sich in Schutz-, Bann- und Erholungswald. Die herausragende Bedeutung des Waldes und seine Funktionenvielfalt für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rhein-Main erfordern zur nachhaltigen Sicherung aller Waldfunktionen ein umfassendes Schutzkonzept.
Saatgut-Trockenspeicher
Forstvermehrungsgut
Das RP-Dezernat für Forsten nimmt verschiedene Aufgaben im Bereich des Saatguts wahr. Diese leiten sich aus dem Gesetz über forstliches Vermehrungsgut ab.
Grafik mit mehreren Wäldern
Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse
Das sind Zusammenschlüsse von Grundbesitzern, die den Zweck verfolgen, die Bewirtschaftung der angeschlossenen Waldflächen und der vorgesehenen Aufforstungsflächen zu verbessern. Das RP ist als obere Forstbehörde für ihre Anerkennung zuständig.
Schild im Wald
Genehmigungsverfahren
Für die Rodung und Umwandlung von Schutz- und Bannwald und die vorzeitige Nutzung von Waldbeständen ist ausschließlich das Regierungspräsidium zuständig.
Junger Wald
Rodungen und Neuanlagen
Wald darf nur mit Genehmigung der nach dem Landesrecht zuständigen Behörde gerodet und in eine andere Nutzungsart umgewandelt werden. Im Hessischen Waldgesetz ist festgelegt, was man dafür benötigt.
Familie wandert im Wald
Waldbetretungsrecht
Im Allgemeinen darf der Wald zum Zwecke der Erholung jederzeit frei betreten werden. Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr. Dies gilt insbesondere für waldtypische Gefahren.

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