Lärm, Luft, Strahlen

Schutz vor schädlichen Luftverunreinigungen, Geräuschen, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und sonstigen Gefahren wird bundeseinheitlich durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) geregelt.

Als schädliche Umwelteinwirkungen werden Immissionen dann bezeichnet, wenn sie Schäden (z. B. für die Gesundheit), erhebliche (Vermögens-) Nachteile oder erhebliche Belästigungen hervorrufen können.
Typische Immissionen sind Lärm und Luftverunreinigungen, die auf Mensch und Umwelt einwirken. Darüber hinaus beschäftigen sich die Immissionsschützer in den Regierungspräsidien aber auch mit dem Schutz vor Strahlen, Erschütterungen, Licht oder sonstigen Gefahren. 

Um sonstige Gefahren handelt es sich insbesondere bei Gefahren, die durch Stofffreisetzungen, Bränden oder Explosionen infolge einer Störung des bestimmungsgemäßen Betriebes von Anlagen hervorgerufen werden. Diesem Thema widmen sich die Prüfungen der Anlagensicherheit.

Die Regelungen des BImSchG beziehen sich hauptsächlich auf Anlagen. Darüber hinaus enthält es Anforderungen an Verkehrswege und Fahrzeuge sowie Vorschriften für den gebietsbezogenen Immissionsschutz, also Immissionsschutz durch Planung.
Zum Immissionsschutz zählen auch die Qualitätsanforderungen an Kraftstoffe und Heizöl ("produktbezogener Immissionsschutz").

Der Betreiber einer Anlage muss grundsätzlich dafür sorgen, dass durch die Errichtung und den Betrieb der Anlage keine schädlichen Umwelteinwirkungen hervorgerufen werden. Die Immissionsschutzbehörden überwachen, ob diese Pflichten eingehalten werden. Bei Verstößen kann die Einhaltung der Pflichten durch "Anordnungen" an den Betreiber durchgesetzt werden;  im äußersten Fall können Anlagen sogar stillgelegt werden.

Bestimmte Anlagen, bei denen die Gefahr schädlicher Umwelteinwirkungen besonders groß ist, dürfen erst nach Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung errichtet und betrieben werden ("genehmigungsbedürftige Anlagen").

Themen
dampfende Kompostierungshaufen in der Kompostierungsanlage
Luftreinhaltung, Gerüche
Geruchsbelästigungen können beispielsweise durch Chemieanlagen, Lebensmittelfabriken, aber auch durch Abfallgestank oder Tierintensivhaltungen verursacht werden. Dieses kann sich im nachbarschaftlichen Verhältnis auf Dauer als konfliktträchtig erweisen.
zwei Arbeiter mit Pressluft-Bohrhammer brechen den Asphalt auf
Lärm
Lärm wirkt sich – nachgewiesenermaßen - negativ auf Gehör, Herz-Kreislauf-System und Leistungsfähigkeit aus. Pegel über 130 dB haben die Schmerzgrenze überschritten.
ein Hochhaus wird gesprengt
Erschütterungsschutz
Erschütterungen sind von menschlichen Tätigkeiten verursachte Boden- und Gebäudeschwingungen.
Grafik elektromagnetisches Feld
Elektromagnetische Felder
Obwohl wir sie nicht sehen, sind sie in unserer Umwelt algegenwärtig. Neben den natürlichen elektromagnetischen Feldern treten künstlich erzeugte auf.
Licht dringt durch Lamellen-Rollo
Lichtemissionen
Besonders nachts kann Licht störend sein. Wenn von Lichtimmissionen gesprochen wird, unterscheidet man zwischen Raumaufhellung und Blendung.
zwei Männerhände beim Handschlag
Nachbarschaftsbeschwerden
Die Nachbarn gewerblicher Anlagen können unter Umständen Belästigungen durch den Betrieb der Anlage ausgesetzt sein. Bei der Aufnahme von Nachbarschaftsbeschwerden benötigt die Behörde Informationen, die hier aufgelistet werden.
viele gestapelte blaue und gelbe Fässer
Anlagensicherheit
Der Geltungsbereich der StörfallV stellt auf das Vorhandensein von gefährlichen Stoffen in Betriebsbereichen ab. Die gefährlichen Stoffe sind in einer Liste von allgemeinen Kategorien zusammengestellt.
abgehakte Checkliste liegt auf dem Tisch, daneben liegt ein Stift
Genehmigungsverfahren
Anlagen, die typischerweise ein besonders hohes Gefährdungs-potential aufweisen, dürfen erst errichtet und betrieben werden, wenn hierfür eine Genehmigung erteilt wurde.
Strahlenschutz
Die Vorstellung, radioaktive Stoffe kämen ausschließlich in Kernkraftwerken und Atombomben vor, ist zwar weit verbreitet jedoch verkehrt. In vielen technischen, medizinischen und wissenschaftlichen Anwendungen werden sie eingesetzt.
Kraftstoff-Zapfhahn, Probenahme im Reagenzglas
Kraftstoffqualitäten
Die Zehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes – 10. BImSchV legt Anforderungen an die Beschaffenheit und die Auszeichnung der Qualitäten von Kraft- und Brennstoffen fest. Stichprobenweise lässt die Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Frankfurt Tankstellen überprüfen.

Hessen-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen? Geben Sie einen Suchbegriff ein.