Strahlenschutz

Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen

Die Vorstellung, radioaktive Stoffe kämen ausschließlich in Kernkraftwerken und Atombomben vor, ist zwar weit verbreitet jedoch verkehrt. Radioaktivität und ionisierende Strahlung sind zunächst einmal überall vorhandene, natürliche Phänomene. Auch außerhalb des Kernbrennstoffkreislaufs werden radioaktive Stoffe und Geräte zur Erzeugung von ionisierender Strahlung in einer Vielzahl medizinischer, technischer und wissenschaftlicher Anwendungen eingesetzt. Diese Tätigkeiten sind zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt durch das Atomgesetz, die Strahlenschutzverordnung und weitere Vorschriften gesetzlich geregelt. Der Umgang mit radioaktiven Stoffen oder die Erzeugung ionisierender Strahlung bedürfen im Regelfall der Genehmigung und unterliegen staatlicher Aufsicht. Ein Großteil dieser Arbeiten wird durch die Abteilungen Arbeitsschutz und Umwelt des Regierungspräsidiums Darmstadt an den Standorten Darmstadt, Wiesbaden und Frankfurt geleistet.
Der Strahlenschutz ist sowohl Teil des Arbeitsschutzes als auch des Umweltschutzes. Beruflich kommt etwa 1% der Bevölkerung mit ionisierender Strahlung in Berührung. Die gesamte Bevölkerung ist dagegen der natürlichen Exposition sowie in unterschiedlichem Maße zivilisatorisch bedingter Strahlung ausgesetzt. Davon entfällt etwa 60% auf die natürliche Exposition. Die anderen 40% sind zivilisatorischen Ursprungs und der größte Anteil davon ist auf die die medizinische Anwendung von Röntgenstrahlung zurückzuführen. 
Fachlich und organisatorisch wird getrennt zwischen dem Strahlenschutz nach Strahlenschutzverordnung und nach Röntgenverordnung. Der Vollzug der Strahlenschutzverordnung erfolgt durch die Immissionsschutzdezernate, der Vollzug der Röntgenverordnung erfolgt durch die Arbeitsschutzdezernate der Abteilungen Arbeitsschutz und Umwelt des Regierungspräsidiums Darmstadt.

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