Fischerei

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Angler stehend im Boot, holt den Fang ein

Der Begriff Fischerei umfasst den Fang von Fischen, Krebsen und Muscheln zur Nahrungsgewinnung.Im Hessischen Fischereigesetz (HFischG) und dessen Rechtsverordnungen sind die Anforderungen an die hessische Fischerei geregelt. Hierbei steht die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei als Voraussetzung für eine nachhaltige Nutzung der Ressource Fisch im Vordergrund. Das HFischG dient dem Schutz, der Erhaltung und der Fortentwicklung heimischer Fische, Krebse und Muscheln als Bestandteil des Naturhaushaltes und als Lebensgrundlage für den Menschen. Neben dem Recht zur fischereilichen Nutzung haben fischereiberechtigte Personen und Körperschaften eine Hegeverpflichtung, sie ist in § 2 HFischG niedergeschrieben und umfasst den Aufbau und Erhalt eines heimischen Fischbestandes in naturnaher Vielfalt.

Eingebettet sind die Zielsetzungen der Fischerei in die Umsetzung europäischer Rechtsakte wie z. B. der EWG-Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der lebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie) oder der EG-Richtlinie zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik (Wasserrahmenrichtlinie).

Speziell im Ballungsraum Rhein-Main ist die wassergebundene Tierwelt stets gefährdet. Der hohe Nutzungsdruck durch Industrie, Landwirtschaft, Schifffahrt und menschliche Aktivitäten macht vielfältige Regelungen erforderlich. Eine herausgehobene und zentrale Anforderung an die hessische Fischereiverwaltung ist daher die Wahrung fischereilicher Belange im Rahmen von unterschiedlichsten Genehmigungsverfahren (z. B. Wasserentnahmen, Einleitungen, wasserbauliche Maßnahmen etc.).

Das Aufgabenspektrum der Oberen Fischereibehörde beinhaltet insbesondere:

  • die Umsetzung des Hessischen Fischereigesetzes;
  • die Förderung und Begleitung von Maßnahmen zur Verbesserung der Fischlebensräume;
  • die Förderung der Berufs- und Angelfischerei;
  • die Koordinierung von Projekten zur Wiederansiedlungheimischer Fischarten;
  • die Mitwirkung bei der Umsetzung europäischer Rechtsakte (z. B. FFH-Richtlinie; Wasserrahmenrichtlinie, EU Aalverordnung etc.);
  • fischereifachliche Stellungnahmen im Rahmen von Genehmigungsverfahren, sofern das Vorhaben Auswirkungen auf die Fauna und Flora eines Gewässer haben könnte.

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