Förderung

Antragstellung Förderung der Umstrukturierung und Umstellung in Hessen

Bereits im Jahr 2016 sind weitreichende Änderungen des Unionsrechts bezüglich der Förderung der Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen in Kraft getreten. Als Folge dessen, musste auch das hessische Antragsverfahren an die neuen Anforderungen angepasst werden.

Derzeit können wieder Förderanträge für Maßnahmen im Pflanzjahr 2018 gestellt werden.

Die aktuellen Antragsformulare sind beim Weinbaudezernat des Regierungspräsidiums Darmstadt als zuständige Bewilligungsbehörde erhältlich. Darüber hinaus sind diese auf der Homepage des Regierungspräsidiums zum Download bereitgestellt:

Die Abgabefrist für Förderanträge endet in diesem Jahr am 31. August 2017.

Wie schon in den vergangenen Jahren, setzt die Gewährung einer Förderung die erfolgreiche Durchführung einer Vor-Ort-Kontrolle der Antragsflächen - sowohl vor Beginn als auch nach Abschluss der Maßnahmen - voraus. Jede Maßnahme, die ohne vorherige Kontrolle und Genehmigung durch das Weinbaudezernat begonnen wird, ist grundsätzlich von einer Förderung ausgeschlossen.

Nutzung von Pflanzrechten aus der ehemaligen hessischen Gebietsreserve im Rahmen der Umstrukturierungsförderung

Mit Auflösung der hessischen Gebietsreserve zum 31. Dezember 2015 wurden die darin angesammelten Wiederbepflanzungsrechte auf Antrag an die hessischen Weinbaubetriebe übertragen.

Die Europäische Kommission hat mitgeteilt, dass Umstrukturierungsmaßnahmen, für die ein Pflanzrecht aus einer Gebietsreserve verwendet wird, nur noch zeitlich befristet gefördert werden können. Dies gilt analog für die Verwendung von Pflanzrechten, die von einem anderen Weinbaubetrieb erworben wurden.

Nach Ablauf dieser zeitlich befristeten Fördermöglichkeit können die Pflanzrechte aus der Gebietsreserve zwar regulär bis zum Ende des Übergangszeitraums am 31. Dezember 2020 in das neue Genehmigungssystem überführt und für Pflanzungen genutzt werden, die Gewährung einer Umstrukturierungsförderung ist jedoch nicht mehr möglich.

Die reguläre Umstrukturierungsförderung, d. h. die Rodung eines bestockten Weinbergs und die anschließende Neuanlage eines Weinbergs mit Anpassung an moderne Bewirtschaftungstechniken sowie an Standort- und Klimabedingungen ist weiterhin und auch über das Jahr 2018 hinaus möglich.

Nach derzeitigem Informationsstand können Pflanzungen mit umgewandelten Pflanzrechten aus der Gebietsreserve letztmalig im Jahr 2018 gefördert werden.

Das Regierungspräsidium empfiehlt daher, Pflanzungen mit diesen Pflanzrechten gegebenenfalls vorzuziehen. Ein Förderantrag wäre in diesen Fällen bis zum 31. August 2017 zu stellen und die Maßnahme bis spätestens zum 30. Juni 2018 abzuschließen.

Bitte berücksichtigen Sie: Eine Verschiebung der betroffenen Umstrukturierungsmaßnahmen in das Jahr 2019 ist ausgeschlossen. Sofern sich der Maßnahmenabschluss verzögert, bzw. im Jahr 2018 keine Auszahlung beantragt und/oder bis zum 30. Juni 2018 keine Abschlussmeldung vorgelegt wird, sind die entsprechenden Förderanträge abzulehnen.

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