Aufgaben der Behörde

Das Regierungspräsidium Darmstadt nimmt als Obere Naturschutzbehörde (ONB) folgende Schwerpunktaufgaben wahr:

  • Auswahl, Sicherung und Betreuung der Natura-2000-Gebiete. Dazu gehören u. a. die Grunddatenerfassung und die Erstellung von Bewirtschaftungsplänen zur Festlegung der erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen. Ferner weist die (ONB) Natur- und Landschaftsschutzgebiete aus und veranlasst Maßnahmen zum Erhalt bedrohter heimischer Arten.
  • Überwachung der internationalen Artenschutzbestimmungen (Vollzug des Washingtoner Artenschutzabkommens). Die ONB ist Meldestelle für anzeigepflichtige Tierhaltungen und erteilt die erforderlichen EG-Bescheinigungen für die Vermarktung geschützter Arten und ihrer Produkte.
  • Als zuständige Fachbehörde prüft die ONB die naturschutzrechtlichen und -fachlichen Belange in allen Verfahren, die beim Regierungspräsidium geführt werden (z. B. zur Genehmigung von Straßenbauprojekten, Bahntrassen, Abbauvorhaben, Windkraftanlagen oder Gewässerausbaumaßnahmen). Dazu gehören die Eingriffsregelung, die FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie artenschutzrechtliche Ausnahmen oder Befreiungen und verschiedene z. B. landschaftsschutzrechtliche Genehmigungen.
  • Führung außerdem des hessischen Naturschutzinformationssystems NATUREG. Dieses elektronische Register enthält u. a. Daten über Biotop- und Artvorkommen und die Lage der naturschutzrechtlich gebundenen Flächen (z. B. Schutzgebiete und Kompensationsflächen). Öffentlich zugängliche Informationen und Karten sind über den NATUREG-Viewer im Internet für jedermann verfügbar.
Themen
Äskulapnatter am Baum
Biodiversität
Jedes Jahr verschwinden Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich von unserer Erde, mit steigender Tendenz. Nach der Roten Liste der Welt-Naturschutzunion IUCN (2014) sind weltweit rund 40 % aller Amphibienarten, jede vierte Säugetierart und jede achte Vogelart bedroht, ebenso ca. 9.800 Pflanzenarten.
Kreise ziehende Regentropfen, die in ein Flussbett fallen
Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes oder Landschaftsbildes
Eingriffe sind Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen oder Veränderungen des mit der belebten Bodenschicht in Verbindung stehenden Grundwasserspiegels, die zu Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes oder des Landschaftsbildes führen können.
grafische Darstellung einer hügeligen Landschaft
Das Projekt NATUREG
Zielsetzung des Projektes NATUREG ist die effiziente Unterstützung der Naturschutzverwaltung des Landes Hessen mittels moderner Datenverarbeitungstechnologie.
Bahnstrecke zieht sich durch die Landschaft
Verträglichkeitsprüfung
Im Rahmen einer FFH-Verträglichkeitsprüfung ist zu ermitteln, ob ein Vorhaben zu Beeinträchtigungen eines Natura 2000-Gebietes führt.
Frau im Anzug, sitzend am Tisch, setzt den Stempel unter ein Dokument
Naturschutzrechtliche Genehmigungen in Zulassungsverfahren
§ 30 BNatSchG und § 13 HAGBNatSchG benennen verschiedene Biotope, die per Gesetz geschützt sind. Ihre Zerstörung oder sonstige erhebliche oder nachhaltige Beeinträchtigung ist verboten. Ausnahmen von diesen Verboten können zugelassen werden, wenn die Beeinträchtigungen ausgeglichen werden können.
Landschaftsplan wird auf dem Tisch coloriert
Landschaftsprogramm
Landschaftsplanung hat die Aufgabe, die Erfordernisse und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege für den jeweiligen Planungsraum darzustellen.
umweltfreundlich gebautes Haus mit bewachsenem Dach
Strategische Umweltprüfung
Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und die Strategische Umweltprüfung (SUP) sind jeweils unselbständige Teile behördlicher Verfahren.
ein See umsäumt mit Bäumen und Sträuchern, blauer Himmel mit einigen Schleierwolken
Schutzkategorie und Ausweisung
NATURA 2000-Gebiete bilden ein europaweites Schutzgebietsnetz. Es besteht aus EU-Vogelschutzgebieten und aus Fauna-Flora-Habitat-Gebieten (FFH-Gebieten) zum Erhalt bedeutsamer Lebensraumtypen, Tier- und Pflanzenarten.

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