Regierungsbezirk Darmstadt

Die Waldflächen nehmen in den drei Regierungsbezirken Darmstadt, Gießen und Kassel mit 880251 ha einen Anteil an der Gesamtfläche von ca. 42 % ein.
Die Waldverteilung ist sehr unterschiedlich. In der Wetterau und dem Gießener Becken beträgt der Waldanteil nur 15%. Hier dominiert die landwirtschaftliche Produktion aufgrund der fruchtbaren Böden. Auch in der Rhein-Main-Ebene ist der relativ geringe Waldanteil von 26% zum einen auf die nährstoffreichen landwirtschaftlich genutzten Böden, zum anderen aber auch auf den extrem hohen Flächenbedarf für den Bau von Siedlungen, Industrieanlagen und Verkehrserschließung im Ballungsraum zurückzuführen. Hohe Waldanteile mit über 50 % gibt es im Odenwald, Spessart, Taunus, Kellerwald, Reinhardswald und Knüll.

Die Oberen Forstbehörden (OFB) in den Regierungspräsidien haben folgende Aufgaben:

  • Forsthoheit. Die Aufgaben ergeben sich aus dem Hessischen Waldgesetz (HWaldG).
  • Forstliche Zusammenschlüsse und Forstbetriebsgemeinschaften. Sie werden von der OFB anerkannt.
  • Aufgaben nach dem Forstvermehrungsgutgesetz.

Folgende Aufgabenbereiche werden für ganz Hessen bei den einzelnen Regierungspräsidien gebündelt:

  • Forstliche Förderung von Körperschafts- und Privatwaldbesitzern (OFB RP Darmstadt).
  • Ordnungswidrigkeiten im Wald (OFB RP Darmstadt).
  • Institutionelle Förderung der 11 hessischen Naturparke (OFB RP Gießen).
  • Hoheitliche Aufgaben nach Bundesjagdgesetz, Hessischem Jagdgesetz und Bundeswildschutzverordnung (RP Kassel als Obere Jagdbehörde).
  • Aufgaben aus dem Forstvermehrungsgutgesetz Kontrollbeauftragter sowie die Führung des Erntezulassungsregisters für geprüftes Vermehrungsgut (OFB RP Kassel).
Themen
Ein Förster geht am Wald entlang
Aufsicht
Die vom RP Darmstadt ausgeübte Forstaufsicht gliedert sich in mehrere Bereiche.
Der Wald wird von oben gedüngt
Förderung in Hessen
Die Förderung forstwirtschaftlicher Maßnahmen erfolgt mit EU-, Bundes- und Landesmitteln. Das Regierungspräsidium Darmstadt ist für die forstliche Förderung in ganz Hessen zuständig.
Bild eines Waldes Feldern davor
Schutzgebiete
Die Forstlichen Schutzgebiete gliedern sich in Schutz-, Bann- und Erholungswald. Die herausragende Bedeutung des Waldes und seine Funktionenvielfalt für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rhein-Main erfordern zur nachhaltigen Sicherung aller Waldfunktionen ein umfassendes Schutzkonzept.
Saatgut-Trockenspeicher
Forstvermehrungsgut
Das RP-Dezernat für Forsten nimmt verschiedene Aufgaben im Bereich des Saatguts wahr. Diese leiten sich aus dem Gesetz über forstliches Vermehrungsgut ab.
Grafik mit mehreren Wäldern
Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse
Das sind Zusammenschlüsse von Grundbesitzern, die den Zweck verfolgen, die Bewirtschaftung der angeschlossenen Waldflächen und der vorgesehenen Aufforstungsflächen zu verbessern. Das RP ist als obere Forstbehörde für ihre Anerkennung zuständig.
Schild im Wald
Genehmigungsverfahren
Für die Rodung und Umwandlung von Schutz- und Bannwald und die vorzeitige Nutzung von Waldbeständen ist ausschließlich das Regierungspräsidium zuständig.
Junger Wald
Rodungen und Neuanlagen
Wald darf nur mit Genehmigung der nach dem Landesrecht zuständigen Behörde gerodet und in eine andere Nutzungsart umgewandelt werden. Im Hessischen Waldgesetz ist festgelegt, was man dafür benötigt.
Familie wandert im Wald
Waldbetretensrecht
Im Allgemeinen darf der Wald zum Zwecke der Erholung jederzeit frei betreten werden. Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr. Dies gilt insbesondere für waldtypische Gefahren.

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