Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse

Was sind Forstzusammenschlüsse?

Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse sind Zusammenschlüsse von Grundbesitzern, die den Zweck verfolgen, die Bewirtschaftung der angeschlossenen Waldflächen und der vorgesehenen Aufforstungsflächen zu verbessern, insbesondere die Nachteile geringer Flächengröße, ungünstiger Flächengestalt, der Besitzzersplitterung, der Gemengelage, des unzureichenden Waldaufschlusses oder anderer Strukturmängel zu überwinden.

Sie verstehen sich als Interessenvertretung auf örtlicher Ebene. Im Vordergrund steht die Durchführung einer oder mehrerer der folgenden Maßnahmen:

  • Abstimmung forstwirtschaftlicher Vorhaben und Absatz der Forstprodukte,
  • Ausführung von Forstkulturen, Bodenverbesserungen, Bestandespflegearbeiten und Forstschutzmaßnahmen,
  • Bau und Unterhaltung von Wegen,
  • Beschaffung und Einsatz von Maschinen, Holzernte und Holzbringung,
  • Beschaffung von Pflanzen und anderen Materialien,
  • Vorbereitung und Organisation von Fördermaßnahmen

Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse sind meist in der Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins im Sinne des § 22 BGB privatrechtlich organisiert und werden auf Antrag bei Vorliegen der gesetzlich definierten Voraussetzungen (§ 18 Bundeswaldgesetz für die Forstbetriebsgemeinschaft sowie §21 Hessisches Waldgesetz für die Forstbetriebsvereinigung) durch die obere Forstbehörde (Regierungspräsidium, Dez. V 52) anerkannt. Gleichzeitig kann das Regierungspräsidium dem anerkannten wirtschaftlichen Verein nach § 22 BGB die Rechtsfähigkeit verleihen.

Anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse können zum ausschließlichen Zweck der Anpassung der forstlichen Erzeugung und des Absatzes von Forsterzeugnissen an die Erfordernisse des Marktes eine forstwirtschaftliche Vereinigung bilden (§ 37 BWaldG). Im Ausnahmefall können auch einzelne Grundbesitzer zugelassen werden.

Sie müssen privatrechtlich organisiert sein und werden bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen (§ 38 BWaldG) auf Antrag vom Regierungspräsidium anerkannt.

Von den privatrechtlichen Zusammenschlüssen zu unterscheiden sind die Forstbetriebsverbände (§§ 21 ff Bundeswaldgesetz), die Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, aber den gleichen Zweck verfolgen wie die privatrechtlichen Zusammenschlüsse.

Die Eigentumsverhältnisse an den angeschlossenen Grundstücken der F. Z. bleiben immer unverändert.

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