Rodungen und Neuanlagen

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Wald mit gerodetem Bereich

Waldrodung

Nach§ 9 Bundeswaldgesetz (BWaldG), die Walderhaltung, darf Wald nur mit Genehmigung, der nach demLandesrecht zuständigen Behörde gerodet und in eine andere Nutzungsart umgewandelt werden. Hierfür müssen Rechte, Pflichten sowie Interessen des Waldbesitzers gegen die Belange der Allgemeinheit abgewogen werden. Die Genehmigung wird versagt, wenn die Erhaltung des Waldes überwiegend im öffentlichen Interesse liegt, insbesondere wenn der Wald für die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, die forstwirtschaftliche Erzeugung oder Erholung der Bevölkerung von wesentlicher Bedeutung ist. Die Bestimmungen des BWaldG können durch die Länder weiteren Einschränkungen unterworfen werden.

Nach dem Hessischen Waldgesetz (HWaldG) gilt:

  1. Genehmigung zur Waldrodung durch die zuständigen Behörde (vgl. § 5 BWaldG), in der Regel durch die Kreissauschüsse der Landkreise bzw. kreisfreien Städte unter Beiziehen der Stellungnahme der Unteren Forstbehörde (Forstamt).
  2. über 5 ha, Anhörung der Träger der Regionalplanung und das Dezernat Forsten als Obere Forstbehörde.
  3. Bei waldbeanspruchenden Vorhaben und Planungen vertritt das Dezernat Forsten die forstfachlichen Belange in den Verfahren, die beim Regierungspräsidium oder der obersten Landesbehörde entschieden werden (Bündelungsverfahren). Dies sind u. a.:
  • wasserrechtliche Verfahren
  • bergrechtliche Planfeststellungsverfahren
  • wasserrechtliches Planfeststellungsverfahren
  • immissionsrechtliches Genehmigungsverfahren (BImSchG)
  • der Regionalplanung und
  • bei Verkehrseinrichtungen/Infrastrukturmaßnahmen.

Erhaltung der Waldbestände

Nach § 7 HWaldG sind Kahlflächen, Blößen und verlichtete Grundflächen mit einer Flächengröße von mehr als 0,5 Hektar durch die Waldbesitzerin oder den Waldbesitzer innerhalb von sechs Jahren durch Naturverjüngung, Pflanzung oder Saat wiederzubewalden.

Ebenfalls gelten nach § 7 HWaldG Vorschriften zum Schutz hiebsunreifer Bestände, Nadelholzbestände unter 50 Jahren und Laubholzbestände unter 80 Jahren.

Waldneuanlage

Die Neuanlage von Wald sowie die Aufforstung von Waldwiesen bedürfen der Genehmigung der zuständigen Behörde, in der Regel die Kreissauschüsse der Landkreise bzw. die Magistrate der kreisfreien Städte unter Beiziehen der Stellungnahme der Unteren Forstbehörde (Forstamt).

Die Genehmigung ist nur zu versagen, wenn Interessen derLandesplanungund derRaumordnung, insbesondere Interessen der Landwirtschaft, Natur- und Landschaftsschutz gefährdet sind.

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