Waldbetretensrecht

Wanderer_LOFTFLOW_shutterstock_553134061.jpg

Drei Wanderer im Wald
Wanderer im Wald

Betreten des Waldes

Für den Waldbesucher sind in erster Linie die Regelungen zum Betreten des Waldes (§ 14 Bundeswaldgesetz (BWaldG), § 15 Hessisches Waldgesetz (HWaldG)) und zum Verhalten im Wald (Abfallbeseitigung, Camping etc.) von Bedeutung.

Im Allgemeinen darf der Wald zum Zwecke der Erholung jederzeit frei betreten werden. Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr. Dies gilt insbesondere für waldtypische Gefahren. Beim Betreten spielt es keine Rolle, wem der Wald gehört. Alle Waldbesitzer unterliegen damit der Sozialpflichtigkeit ihres Waldeigentums.

Ein Umstand der allgemein als selbstverständlich erachtet wird, es jedoch keinesfalls ist. Für landwirtschaftliche Flächen gilt die Sozialpflichtigkeit nicht, genauso wenig für jede andere Form privaten Eigentums.
Es gibt aber bestimmte Bereiche in Wäldern, die per Gesetz vom allgemeinen Betretungsrecht ausgenommen sind, so z.B. Forstkulturen.
Ebenso können Waldteile aus bestimmten Gründen zeitweise gesperrt werden, z. B. wenn dies aus Gründen des

  • Naturschutzes,
  • der Wald- und Wildbewirtschaftung,
  • des Forstschutzes oder
  • zum Schutz der Waldbesucher

notwendig erscheint (vgl. § 16 HWaldG).

Zudem sollten Warnschilder (z.Bsp.: bei Holzerntearbeiten oder Jagdveranstaltungen) unbedingt beachtet werden, da hier Lebensgefahr für den Waldbesucher bestehen kann.

Nichtbeachtung oben genannter Paragraphen können Ordnungswidrigkeiten nach § 29 HWaldG darstellen und ggfs. mit einem Bußgeld behaftet werden.

Hessen-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen? Geben Sie einen Suchbegriff ein.

SERVICE