Grundwasserentnahmen

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Brunnen Butterstadt

Zulassung von Grundwasserentnahmen

Die Entnahme bzw. die Ableitung von Grundwasser z. B. aus Brunnen, Quellen oder Stollen ist eine zulassungspflichtige Benutzung und richtet sich nach den Vorschriften des Wasserhaushaltsgesetzes und des Hessischen Wassergesetzes.

Im Rahmen des Zulassungsverfahrens wird von den Abteilungen Arbeitsschutz und Umwelt des Regierungspräsidiums Darmstadt geprüft, ob eine Beeinträchtigung des Wasser- und Naturhaushalts zu besorgen ist. Dabei werden die erforderlichen Zustimmungen und Zulassungen anderer Behörden und Dezernate gebündelt und in den Zulassungsbescheid integriert. Für größere Gewinnungs- und Versorgungsgebiete werden darüber hinaus Wasserversorgungskonzepte erstellt, mit denen Rahmenbedingungen aufeinander abgestimmt werden können.
Der Umfang der für das Zulassungsverfahren benötigten Antragsunterlagen richtet sich nach der Rechtsform der beantragten Zulassung (Erlaubnis, Gehobene Erlaubnis, Bewilligung) und vor allem nach der wasserwirtschaftlichen und naturschutzfachlichen Relevanz der beabsichtigten Grundwasserentnahme. Vollständige Antragsunterlagen, die eine abschließende Prüfung zulassen, sind ein Garant für eine verwaltungsrechtlich einwandfreie und zeitgerechte Bearbeitung des Antrages. Zwecks Abstimmung des notwendigen Antragsumfangs sollte der Antragsteller möglichst frühzeitig Kontakt mit den Abteilungen Arbeitsschutz und Umwelt des Regierungspräsidiums Darmstadt aufnehmen.
Keine wasserrechtliche Zulassung wird benötigt bei einer Grundwasserentnahme:

  • für gewerbliche Betriebe, für die Landwirtschaft, Forstwirtschaft und den Gartenbau, wenn die Entnahme 3.600 m³ pro Jahr nicht überschreitet
  • zur Versorgung eines Haushaltes (einschließlich der Bewässerung des Hausgartens)
  • wenn die Entnahme nur einem vorübergehenden Zweck dient (z. B. Grundwasserhaltung bei einer Baugrube) und die Entnahmemenge insgesamt 3.600 m³ nicht übersteigt
  • zur Versorgung eines landwirtschaftlichen Hofbetriebes
  • für das Tränken von Vieh außerhalb des Hofbetriebes

Erforderlich ist dann jedoch eine vorherige Anzeige bei der für das Vorhaben örtlich zuständigen Unteren Wasserbehörde. Sie bearbeitet auch die wasserrechtlichen Zulassungen in Ausnahmefällen, z. B. bei

  • nicht erlaubnisfreien Grundwasserentnahmen unter 3.600 m³ (Sportplatzbewässerungen),
  • Wärmepumpen,
  • der Speisung einer Teichanlage über Grundwasserentnahme oder
  • einer vorübergehenden Grundwasserhaltung (z. B. bei Baumaßnahmen), die wegen ihrer Menge über 3.600m³ pro Jahr erlaubnispflichtig ist.

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