Anforderungen an Kompensationsmaßnahmen

Der Eingriff und die Kompensationsmaßnahme(n) sind im gleichen Naturraum durchzuführen. Der Naturraumbezug ist in § 15 Abs. 2 BNatSchG sowie § 7 Abs. 2 HAGBNatSchG geregelt.

Kompensationsmaßnahmen innerhalb der Gebietskulisse der Natura 2000-Gebiete (FFH- und Vogelschutzgebiete) sind zu bevorzugen (§ 2 Abs. 1 Nr. 2 Kompensationsverordnung - KV).

Kompensationsmaßnahmen sollen die ackerbauliche Nutzung nicht beeinträchtigen oder auf Flächen durchgeführt werden, die für die ackerbauliche Nutzung nur von untergeordneter Bedeutung sind. Eine untergeordnete Bedeutung kann beispielsweise an der Ertragsmesszahl festgemacht werden (§ 2 Abs. 3 KV). Das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie bietet hierzu Daten an.

Für eine Zusatzbewertung zum Thema Landschaftsbild gemäß Anlage 2, Nr. 2.2.1 KV bietet die obere Naturschutzbehörde einen Methodenleitfaden im Download an.

Neben der anlassbezogenen Durchführung von Kompensationsmaßnahmen besteht die Möglichkeit, vorlaufende Kompensationsmaßnahmen auf ein Ökokonto buchen zu lassen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Ökokonten finden sich in § 10 HAGBNatSchG (i. V. m. § 16 BNatSchG). Die Bewertung von Ökokontomaßnahmen sowie die Anforderungen an die vorzulegenden Unterlagen richtet sich nach der KV (§ 3 KV). die Anforderungen an die Ökokontomaßnahmen sind mit denen an die Kompensationsmaßnahmen identisch, jedoch besteht der Vorteil, durch die Entwicklung der Fläche zwischen Einbuchung und Verwendung für Kompensationszwecke einen Wertzuwachs zu erzielen. Zuständig für die Führung des Ökokontos sind die unteren Naturschutzbehörden.

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