Das Felsenmeer bei Reichenbach ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Odenwald und in Hessen. Rund 200.000 Menschen kommen jedes Jahr zum Klettern in das berühmte Blockmeer, das zugleich als Naturschutzgebiet und Teil des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000 einen besonders hohen Wert hat. Die steigenden Besucherzahlen bringen den Wald rings um das Gebiet jedoch zunehmend an seine Grenzen: Weil viele Menschen abseits bestehender Wege unterwegs sind, werden Baumwurzeln freigelegt, alte Bäume gehen ein, und junge Bäume können nicht mehr nachwachsen. Wird nichts unternommen, stirbt der Wald ab.
Um das zu verhindern, hatte das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Gruppen und Institutionen im Lautertaler Rathaus zu einer Gebietskonferenz eingeladen. Das gemeinsame Ziel: Das Klettererlebnis für die Menschen zu erhalten, aber die großen Besucherströme so zu führen, dass der Wald und seine Böden vor flächigem Betreten geschützt werden.
Hierfür hat das RP ein Lenkungskonzept erstellen lassen. Ziel ist, dass der Wald künftig nur noch auf bestimmten, gekennzeichneten Wegen betreten wird. Damit soll das Klettern auf den Felsen weiter erlaubt sein, aber die empfindlichen Waldbereiche vor einer weiteren flächigen Belastung geschützt werden. Kurze Wege für den Hauptbesucherstrom sollen deutlich hervorgehoben werden.